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	<title>Kommentare zu: B&#252;cher frisch ausgepackt (5): Nanni Balestrini »Tristano«</title>
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	<link>http://www.fontblog.de/buecher-frisch-ausgepackt-5-nanni-balestrini-tristano</link>
	<description>Täglich News und Meinungen aus der Grafikszene</description>
	<lastBuildDate>Sat, 11 Feb 2012 18:38:44 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: Mario</title>
		<link>http://www.fontblog.de/buecher-frisch-ausgepackt-5-nanni-balestrini-tristano/comment-page-1#comment-137392</link>
		<dc:creator>Mario</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Sep 2011 20:24:59 +0000</pubDate>
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		<description>Hui, da kam ja doch glatt eine Versalie – &#228;hh ich meine ein Gro&#223;buchstabe – in den Zitaten. Ich hatte mich schon damit abgefunden, dass &lt;em&gt;till1&lt;/em&gt; die Shift-  – pardon,  die Gro&#223;schreibtaste, nicht kennt. 
Dankbar f&#252;r den Proof, – pardon, das gelungene Beispiel – dass gute Lesetypografie ohne korrekte Schreibweise und somit ohne Lektor, pardon Rechtschreibfehlerfinder,  nicht funktioniert. 
Und dann in den letzten beiden Zeilen - gro&#223;artig, das nenne ich real drama-  &#228;h pardon, einfach tolle Dramaturgie. Danke till1. 
Aber warum schimpfst du so auf die Designer, die machen meistens einen richtig guten Job. Denn was w&#228;ren wir alle ohne Identity, &#228;hh unsere Selbstidentifikation. 

Ja es ist wirklich nicht leicht in diesen Zeiten, wo Marken alles durchdringen, was nicht ordentlich ge-&quot;branded&quot; ist, Marketing eigentlich Reklame hei&#223;en m&#252;sste und Corporate Design wieder geklebt wird. Und was machen die Geisteswissenschaftler eigentlich in 50 Jahren, wenn die liebgewonnen Anglizismen von chinesischen Fachausdr&#252;cken durchsetzt werden. Sind das dann nicht alles Ligaturen - &#228;hh, wie hei&#223;en die noch auf Deutsch. Wir m&#252;ssen das Rad zur&#252;ckdrehen. Ich bin mal gespannt. Btw., wie hei&#223;t eigentlich Versalie auf chinesisch?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hui, da kam ja doch glatt eine Versalie – &#228;hh ich meine ein Gro&#223;buchstabe – in den Zitaten. Ich hatte mich schon damit abgefunden, dass <em>till1</em> die Shift-  – pardon,  die Gro&#223;schreibtaste, nicht kennt.<br />
Dankbar f&#252;r den Proof, – pardon, das gelungene Beispiel – dass gute Lesetypografie ohne korrekte Schreibweise und somit ohne Lektor, pardon Rechtschreibfehlerfinder,  nicht funktioniert.<br />
Und dann in den letzten beiden Zeilen &#8211; gro&#223;artig, das nenne ich real drama-  &#228;h pardon, einfach tolle Dramaturgie. Danke till1.<br />
Aber warum schimpfst du so auf die Designer, die machen meistens einen richtig guten Job. Denn was w&#228;ren wir alle ohne Identity, &#228;hh unsere Selbstidentifikation. </p>
<p>Ja es ist wirklich nicht leicht in diesen Zeiten, wo Marken alles durchdringen, was nicht ordentlich ge-&#8221;branded&#8221; ist, Marketing eigentlich Reklame hei&#223;en m&#252;sste und Corporate Design wieder geklebt wird. Und was machen die Geisteswissenschaftler eigentlich in 50 Jahren, wenn die liebgewonnen Anglizismen von chinesischen Fachausdr&#252;cken durchsetzt werden. Sind das dann nicht alles Ligaturen &#8211; &#228;hh, wie hei&#223;en die noch auf Deutsch. Wir m&#252;ssen das Rad zur&#252;ckdrehen. Ich bin mal gespannt. Btw., wie hei&#223;t eigentlich Versalie auf chinesisch?</p>
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	<item>
		<title>Von: till1</title>
		<link>http://www.fontblog.de/buecher-frisch-ausgepackt-5-nanni-balestrini-tristano/comment-page-1#comment-118903</link>
		<dc:creator>till1</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Oct 2009 12:47:39 +0000</pubDate>
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		<description>genau sowas meine ich... (visuelle) designer reden die ganze zeit von identity oder identit&#228;t, wenn sie eigentlich das erscheinungsbild meinen. 

da kriegt jeder geisteswissenschaftler zust&#228;nde und au&#223;enstehende verstehen das gar nicht erst - denn identit&#228;t ist ja schon umgangssprachlich viel mehr als nur das visuelle auftreten. und wenn man mal in metaphern sprechen will, ist corporate design ja auch nur die uniform, die die angestellten anziehen m&#252;ssen - und nicht deren gesamtes erscheiungsbild mit gesicht, k&#246;rperhaltung und modischen accessoires.

auch die vorstellung, marken und identit&#228;ten beliebig formen zu k&#246;nnen, ist so eine furchtbar naive vorstellung.

nikodemus herger sortiert diese begrifflichkeiten (kultur, identit&#228;t, marke, reputation, image) ganz sch&#246;n in seinem buch &quot;Vertrauen und Organisationskommunikation: Identit&#228;t - Marke - Image - Reputation&quot;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>genau sowas meine ich&#8230; (visuelle) designer reden die ganze zeit von identity oder identit&#228;t, wenn sie eigentlich das erscheinungsbild meinen. </p>
<p>da kriegt jeder geisteswissenschaftler zust&#228;nde und au&#223;enstehende verstehen das gar nicht erst &#8211; denn identit&#228;t ist ja schon umgangssprachlich viel mehr als nur das visuelle auftreten. und wenn man mal in metaphern sprechen will, ist corporate design ja auch nur die uniform, die die angestellten anziehen m&#252;ssen &#8211; und nicht deren gesamtes erscheiungsbild mit gesicht, k&#246;rperhaltung und modischen accessoires.</p>
<p>auch die vorstellung, marken und identit&#228;ten beliebig formen zu k&#246;nnen, ist so eine furchtbar naive vorstellung.</p>
<p>nikodemus herger sortiert diese begrifflichkeiten (kultur, identit&#228;t, marke, reputation, image) ganz sch&#246;n in seinem buch &#8220;Vertrauen und Organisationskommunikation: Identit&#228;t &#8211; Marke &#8211; Image &#8211; Reputation&#8221;</p>
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	<item>
		<title>Von: HD Schellnack.</title>
		<link>http://www.fontblog.de/buecher-frisch-ausgepackt-5-nanni-balestrini-tristano/comment-page-1#comment-118846</link>
		<dc:creator>HD Schellnack.</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Oct 2009 14:38:12 +0000</pubDate>
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		<description>erscheinungsbild beispielsweise. 
mit dem wort branding hab ich schon von der herkunft irgendwie probleme - ist unser kunde etwa eine kuh? oder ein hornochse? oder wert oder was kriegt da sein zeichen eingebrannt?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>erscheinungsbild beispielsweise.<br />
mit dem wort branding hab ich schon von der herkunft irgendwie probleme &#8211; ist unser kunde etwa eine kuh? oder ein hornochse? oder wert oder was kriegt da sein zeichen eingebrannt?</p>
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	<item>
		<title>Von: till1</title>
		<link>http://www.fontblog.de/buecher-frisch-ausgepackt-5-nanni-balestrini-tristano/comment-page-1#comment-118844</link>
		<dc:creator>till1</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Oct 2009 14:12:19 +0000</pubDate>
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		<description>ich w&#252;rde gerne eine initiative gr&#252;nden, die ein f&#252;r allemal diese CICD verwechslungen behebt - oder noch besser: die extrem unterschiedlich verstandenen und unpr&#228;zise verwendeten begriffe wie CI, Marke, Brand, Branding einfach abschafft und neue, eindeutigere etabliert.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>ich w&#252;rde gerne eine initiative gr&#252;nden, die ein f&#252;r allemal diese CICD verwechslungen behebt &#8211; oder noch besser: die extrem unterschiedlich verstandenen und unpr&#228;zise verwendeten begriffe wie CI, Marke, Brand, Branding einfach abschafft und neue, eindeutigere etabliert.</p>
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	<item>
		<title>Von: jamie oliver</title>
		<link>http://www.fontblog.de/buecher-frisch-ausgepackt-5-nanni-balestrini-tristano/comment-page-1#comment-118811</link>
		<dc:creator>jamie oliver</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Oct 2009 10:09:52 +0000</pubDate>
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		<description>Ich verstehe hier einige Kommentare auch nicht ganz. Die immergleiche  Typografie der Suhrkamp B&#252;cher ist ja das Erkennungsmerkmal der &quot;edition suhrkamp&quot; sozusagen das CI der Reihe. Wieso jetzt hier von Gestaltern ernsthaft vorgeschlagen wird dies f&#252;r einen Buchtitel zu &#228;ndern ist mir echt nicht klar. Manchmal habe ich das Gef&#252;hl viele Gestalter meckern einfach gerne. Wenns ein CI hat dann ist es das falsche wenn es keins hat m&#252;sste es eins haben.

Mir gefallen die B&#252;cher so. Vielleicht weil ich mit denen im B&#252;chergestell aufgewachsen bin.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich verstehe hier einige Kommentare auch nicht ganz. Die immergleiche  Typografie der Suhrkamp B&#252;cher ist ja das Erkennungsmerkmal der &#8220;edition suhrkamp&#8221; sozusagen das CI der Reihe. Wieso jetzt hier von Gestaltern ernsthaft vorgeschlagen wird dies f&#252;r einen Buchtitel zu &#228;ndern ist mir echt nicht klar. Manchmal habe ich das Gef&#252;hl viele Gestalter meckern einfach gerne. Wenns ein CI hat dann ist es das falsche wenn es keins hat m&#252;sste es eins haben.</p>
<p>Mir gefallen die B&#252;cher so. Vielleicht weil ich mit denen im B&#252;chergestell aufgewachsen bin.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Indra</title>
		<link>http://www.fontblog.de/buecher-frisch-ausgepackt-5-nanni-balestrini-tristano/comment-page-1#comment-118790</link>
		<dc:creator>Indra</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Oct 2009 17:58:46 +0000</pubDate>
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		<description>Korrekturlesen auf Rechtschreibung und Zeichensetzung ist nicht Sache des Gestalters, sondern des Verlags/Lektors.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Korrekturlesen auf Rechtschreibung und Zeichensetzung ist nicht Sache des Gestalters, sondern des Verlags/Lektors.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: HD Schellnack.</title>
		<link>http://www.fontblog.de/buecher-frisch-ausgepackt-5-nanni-balestrini-tristano/comment-page-1#comment-118783</link>
		<dc:creator>HD Schellnack.</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Oct 2009 12:34:15 +0000</pubDate>
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		<description>&gt;um den Inhalt zu st&#252;tzen, auch wenn dies vielleicht ganz leise geschieht
Das ist ja immer die Afgabe von Typographie, oder? ich glaube auch nicht wie Tschichold, dass Typographie v&#246;llig neutral sein sollte, selbst beim Buch nicht. Andererseits glaube ich nicht - zumal nicht bei Suhrkamp - dass ein experimenteller Text nun auch unbedingt eine experimentelle Typographie braucht. Manchmal ist zweimal Plus dann eben Minus. Ein experimenteller Text ist kein Freibrief f&#252;r den Typographen, pl&#246;tzlich witzig oder «modern» sein zu wollen. Buchsatz, da darf man sich nichts vormachen, ist die konservativste Spielart von dem, was wir so tun, und das mit allem Fug &amp; Recht. Es ist wie der Bau einer guten, zeitlosen Armbanduhr, die auch in 30 Jahren idealerweise noch am Arm gut aussehen soll. Es gibt durchaus B&#252;cher, wo man aufgrund ihrer Kurzlebigkeit auch mal Gas geben kann, aber alles in allem ist «konservativ» beim Buchsatz eine feine Sache.  

Was keineswegs hei&#223;t, dass man immer die Garamond nehmen muss, klar - es gibt zig wirklich ausgezeichnete Satzschriften, die man je nach Zweck nehmen kann, um eine eigene Note einzubringen. Dennoch erwische ich mich schon oft dabei, dass ich auch gern zu Sabon und Garamond greife, wenn ich eine Typographie suche, die m&#246;glichst entspannt und unauff&#228;llig sein soll. 

Wobei ich mich frage, wie um Himmels willen ausgerechnet die Univers «experimenteller» sein sollte (von der besseren Lesbarkeit in einem Buch will ich gar nicht erst anfangen). Die Garamond ist &#246;de, aber die... ausgerechnet... Univers ist besser? Tauscht man da nicht eine abgegriffene Sache gegen eine andere aus, die halt nur (und das ist eben NICHT moderner) die F&#252;&#223;chen abgehackt bekommen hat?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&gt;um den Inhalt zu st&#252;tzen, auch wenn dies vielleicht ganz leise geschieht<br />
Das ist ja immer die Afgabe von Typographie, oder? ich glaube auch nicht wie Tschichold, dass Typographie v&#246;llig neutral sein sollte, selbst beim Buch nicht. Andererseits glaube ich nicht &#8211; zumal nicht bei Suhrkamp &#8211; dass ein experimenteller Text nun auch unbedingt eine experimentelle Typographie braucht. Manchmal ist zweimal Plus dann eben Minus. Ein experimenteller Text ist kein Freibrief f&#252;r den Typographen, pl&#246;tzlich witzig oder «modern» sein zu wollen. Buchsatz, da darf man sich nichts vormachen, ist die konservativste Spielart von dem, was wir so tun, und das mit allem Fug &amp; Recht. Es ist wie der Bau einer guten, zeitlosen Armbanduhr, die auch in 30 Jahren idealerweise noch am Arm gut aussehen soll. Es gibt durchaus B&#252;cher, wo man aufgrund ihrer Kurzlebigkeit auch mal Gas geben kann, aber alles in allem ist «konservativ» beim Buchsatz eine feine Sache.  </p>
<p>Was keineswegs hei&#223;t, dass man immer die Garamond nehmen muss, klar &#8211; es gibt zig wirklich ausgezeichnete Satzschriften, die man je nach Zweck nehmen kann, um eine eigene Note einzubringen. Dennoch erwische ich mich schon oft dabei, dass ich auch gern zu Sabon und Garamond greife, wenn ich eine Typographie suche, die m&#246;glichst entspannt und unauff&#228;llig sein soll. </p>
<p>Wobei ich mich frage, wie um Himmels willen ausgerechnet die Univers «experimenteller» sein sollte (von der besseren Lesbarkeit in einem Buch will ich gar nicht erst anfangen). Die Garamond ist &#246;de, aber die&#8230; ausgerechnet&#8230; Univers ist besser? Tauscht man da nicht eine abgegriffene Sache gegen eine andere aus, die halt nur (und das ist eben NICHT moderner) die F&#252;&#223;chen abgehackt bekommen hat?</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: nora</title>
		<link>http://www.fontblog.de/buecher-frisch-ausgepackt-5-nanni-balestrini-tristano/comment-page-1#comment-118782</link>
		<dc:creator>nora</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Oct 2009 11:58:38 +0000</pubDate>
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		<description>@HD: „Eine Textschrift sollte sich h&#252;ten, den Inhalt des Buches aktiv zu kommentieren.&quot; 

Warum denn? Nat&#252;rlich soll die Textschrift lesbar sein. Nat&#252;rlich soll sie sich nicht platt anbiedern. Aber es ist doch wunderbar, wenn jemand sich &#252;berlegt, welche Schrift er w&#228;hlen k&#246;nnte um den Inhalt zu st&#252;tzen, auch wenn dies vielleicht ganz leise geschieht und f&#252;r normale Leser, nicht typophile Menschen sogar unsichtbar – um so besser – sonst br&#228;uchten wir ja nur noch eine Brotschrift und fertig. Dann h&#228;tte ich keine Lust mehr B&#252;cher zu gestalten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@HD: „Eine Textschrift sollte sich h&#252;ten, den Inhalt des Buches aktiv zu kommentieren.&#8221; </p>
<p>Warum denn? Nat&#252;rlich soll die Textschrift lesbar sein. Nat&#252;rlich soll sie sich nicht platt anbiedern. Aber es ist doch wunderbar, wenn jemand sich &#252;berlegt, welche Schrift er w&#228;hlen k&#246;nnte um den Inhalt zu st&#252;tzen, auch wenn dies vielleicht ganz leise geschieht und f&#252;r normale Leser, nicht typophile Menschen sogar unsichtbar – um so besser – sonst br&#228;uchten wir ja nur noch eine Brotschrift und fertig. Dann h&#228;tte ich keine Lust mehr B&#252;cher zu gestalten.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Jürgen W.</title>
		<link>http://www.fontblog.de/buecher-frisch-ausgepackt-5-nanni-balestrini-tristano/comment-page-1#comment-118581</link>
		<dc:creator>Jürgen W.</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Oct 2009 13:04:44 +0000</pubDate>
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		<description>Danke f&#252;r die Unterst&#252;tzung, Plamen!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke f&#252;r die Unterst&#252;tzung, Plamen!</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Plamen Tanovski</title>
		<link>http://www.fontblog.de/buecher-frisch-ausgepackt-5-nanni-balestrini-tristano/comment-page-1#comment-118578</link>
		<dc:creator>Plamen Tanovski</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Oct 2009 12:45:40 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;blockquote&gt;Ich finde es prima, wenn ein Verlag ...&lt;/blockquote&gt;

Das Problem ist, es ist nicht &lt;em&gt;ein&lt;/em&gt; Verlag. Fast alle im GuSW-Bereich publizierenden Verlage benutzen (Stempel) Garamond/Sabon. Von CI kann somit keine Rede sein. Eldorado oder Figural w&#228;ren z.B. zwei frische Alternativen, ohne sich weit von Garamond zu entfernen.

F&#252;r das hier vorgestellte Buch, w&#252;rde ich auf einen nicht so mageren Schnitt von Univers zur&#252;ckgreifen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Ich finde es prima, wenn ein Verlag &#8230;</p></blockquote>
<p>Das Problem ist, es ist nicht <em>ein</em> Verlag. Fast alle im GuSW-Bereich publizierenden Verlage benutzen (Stempel) Garamond/Sabon. Von CI kann somit keine Rede sein. Eldorado oder Figural w&#228;ren z.B. zwei frische Alternativen, ohne sich weit von Garamond zu entfernen.</p>
<p>F&#252;r das hier vorgestellte Buch, w&#252;rde ich auf einen nicht so mageren Schnitt von Univers zur&#252;ckgreifen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Jürgen W.</title>
		<link>http://www.fontblog.de/buecher-frisch-ausgepackt-5-nanni-balestrini-tristano/comment-page-1#comment-118577</link>
		<dc:creator>Jürgen W.</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Oct 2009 12:20:10 +0000</pubDate>
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		<description>Garamond ist nicht unmodern per se, aber warum darf man nicht eine Ausnahme vom strengen CI-Korsett machen? Wie w&#228;r’s mit einer gut lesbaren Serifenlosen?
Aber was soll’s: keine Zeit und kein Budget f&#252;r die Korrektur, warum also Zeit und Geld verschwenden, um einmal eine andere Schrift zu suchen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Garamond ist nicht unmodern per se, aber warum darf man nicht eine Ausnahme vom strengen CI-Korsett machen? Wie w&#228;r’s mit einer gut lesbaren Serifenlosen?<br />
Aber was soll’s: keine Zeit und kein Budget f&#252;r die Korrektur, warum also Zeit und Geld verschwenden, um einmal eine andere Schrift zu suchen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: HD Schellnack.</title>
		<link>http://www.fontblog.de/buecher-frisch-ausgepackt-5-nanni-balestrini-tristano/comment-page-1#comment-118575</link>
		<dc:creator>HD Schellnack.</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Oct 2009 11:58:26 +0000</pubDate>
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		<description>&gt;Aber warum nicht was moderneres als eine Adobe Garamond bei einer &gt;Neuauflage? 
Was ist unmodern an der Garamond? W&#228;re die Dolly o.&#228;. jetzt der gro&#223;e Gewinn? Ich finde es prima, wenn ein Verlag alle seine B&#252;cher in einer Typographie h&#228;lt - simpel und gut. 

Es gab vor ein paar Monaten/Jahren mal einen sch&#246;nen Artikel irgendwo (hei, bin ich heute pr&#228;zise) zum Zustand des deutschen Lektorenwesens, mit haarstr&#228;ubenden Beispielen. Das ist der Preis der &#246;konomischen und damit hastigen Produktion. Vor zehn Jahren haben Projekte fast drei- oder viermal so lange gedauert (allein bis mal ein Cromalin bei uns war), das Web und Softproof und PDF hat das alles enorm beschleunigt, was einerseits toll ist (und &#246;kologischer!), aber eben auch keine Zeit und kein Budget f&#252;r Lektorenarbeit auf Designerseite. Was ich immer wieder schade finde. Zeit und Ruhe f&#252;r ein gereiftes Produkt ist irgendwie ein Luxus geworden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&gt;Aber warum nicht was moderneres als eine Adobe Garamond bei einer &gt;Neuauflage?<br />
Was ist unmodern an der Garamond? W&#228;re die Dolly o.&#228;. jetzt der gro&#223;e Gewinn? Ich finde es prima, wenn ein Verlag alle seine B&#252;cher in einer Typographie h&#228;lt &#8211; simpel und gut. </p>
<p>Es gab vor ein paar Monaten/Jahren mal einen sch&#246;nen Artikel irgendwo (hei, bin ich heute pr&#228;zise) zum Zustand des deutschen Lektorenwesens, mit haarstr&#228;ubenden Beispielen. Das ist der Preis der &#246;konomischen und damit hastigen Produktion. Vor zehn Jahren haben Projekte fast drei- oder viermal so lange gedauert (allein bis mal ein Cromalin bei uns war), das Web und Softproof und PDF hat das alles enorm beschleunigt, was einerseits toll ist (und &#246;kologischer!), aber eben auch keine Zeit und kein Budget f&#252;r Lektorenarbeit auf Designerseite. Was ich immer wieder schade finde. Zeit und Ruhe f&#252;r ein gereiftes Produkt ist irgendwie ein Luxus geworden.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Jürgen W.</title>
		<link>http://www.fontblog.de/buecher-frisch-ausgepackt-5-nanni-balestrini-tristano/comment-page-1#comment-118567</link>
		<dc:creator>Jürgen W.</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Oct 2009 10:49:59 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.fontblog.de/?p=6430#comment-118567</guid>
		<description>Ach was, Beowulf! Nat&#252;rlich muss es eine sehr gut lesbare Schrift sein. Es geht nicht um typographische Experimente. Aber warum nicht was moderneres als eine Adobe Garamond bei einer Neuauflage? Hat diese die Buchhoheit in puncto Lesbarkeit gepachtet? Das Fleckhaus-Design der Titel soll davon auch unber&#252;hrt bleiben, das ist sowieso wieder eine andere Garamond als f&#252;r den Text innen.

Korrekturlesen: dass das heute keiner mehr bezahlt, sieht man &#252;berall. Drum: vorher entscheiden, ob Ligaturen automatisch an oder nicht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ach was, Beowulf! Nat&#252;rlich muss es eine sehr gut lesbare Schrift sein. Es geht nicht um typographische Experimente. Aber warum nicht was moderneres als eine Adobe Garamond bei einer Neuauflage? Hat diese die Buchhoheit in puncto Lesbarkeit gepachtet? Das Fleckhaus-Design der Titel soll davon auch unber&#252;hrt bleiben, das ist sowieso wieder eine andere Garamond als f&#252;r den Text innen.</p>
<p>Korrekturlesen: dass das heute keiner mehr bezahlt, sieht man &#252;berall. Drum: vorher entscheiden, ob Ligaturen automatisch an oder nicht.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: HD Schellnack.</title>
		<link>http://www.fontblog.de/buecher-frisch-ausgepackt-5-nanni-balestrini-tristano/comment-page-1#comment-118565</link>
		<dc:creator>HD Schellnack.</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Oct 2009 10:42:40 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.fontblog.de/?p=6430#comment-118565</guid>
		<description>&gt;Schlimmer finde ich aber den Konservatismus von Suhrkamp, immer &gt;stur bei der ›verordneten‹ Corporate Identity Schrift Garamond zu &gt;bleiben...

Warum? Und welche w&#228;re besser gewesen? Die Beowulf? Random Font f&#252;rs Random Book? Eine Textschrift sollte sich h&#252;ten, den Inhalt des Buches aktiv zu kommentieren. Auch hier gilt f&#252;r mich nach wie vor, dass sie gut lesbar sein sollte und «dienen» muss, den Text und das eigentliche Experiment darin in den Vordergrund stellen, nicht das literarische Spiel als Vorwand nehmen, um selbst zu experimentieren. 

Geh&#246;rt zu einem CD-Font nicht &#252;brigens irgendwie eben dazu, dass man ihn «stur» einsetzt? Zumal gerade Suhrkamp ja durchaus wohltuend «konservativ» ist in dieser Hinsicht. Jede Modernisierung tut dem Fleckhaus-Design Abbruch, finde ich. 


&gt;Korrekturlesen ist aber Sache des Setzers.
Aus der Praxis sprechend: Dazu fehlt aufgrund der sinkenden Budgets bei zugleich wachsendem Zeitdruck einfach zunehmend die Zeit. Wir haben fr&#252;her jedes Buch, das wir layoutet haben, von A bis Z gelesen. Das geht heute gar nicht mehr und auch wir m&#252;ssen uns drauf verlassen, dass der Kunde es sieht - daf&#252;r gibt es ja Korrekturl&#228;ufe. Was wir sehen, fixen wir, aber es geht einfach gar nicht mehr immer.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&gt;Schlimmer finde ich aber den Konservatismus von Suhrkamp, immer &gt;stur bei der ›verordneten‹ Corporate Identity Schrift Garamond zu &gt;bleiben&#8230;</p>
<p>Warum? Und welche w&#228;re besser gewesen? Die Beowulf? Random Font f&#252;rs Random Book? Eine Textschrift sollte sich h&#252;ten, den Inhalt des Buches aktiv zu kommentieren. Auch hier gilt f&#252;r mich nach wie vor, dass sie gut lesbar sein sollte und «dienen» muss, den Text und das eigentliche Experiment darin in den Vordergrund stellen, nicht das literarische Spiel als Vorwand nehmen, um selbst zu experimentieren. </p>
<p>Geh&#246;rt zu einem CD-Font nicht &#252;brigens irgendwie eben dazu, dass man ihn «stur» einsetzt? Zumal gerade Suhrkamp ja durchaus wohltuend «konservativ» ist in dieser Hinsicht. Jede Modernisierung tut dem Fleckhaus-Design Abbruch, finde ich. </p>
<p>&gt;Korrekturlesen ist aber Sache des Setzers.<br />
Aus der Praxis sprechend: Dazu fehlt aufgrund der sinkenden Budgets bei zugleich wachsendem Zeitdruck einfach zunehmend die Zeit. Wir haben fr&#252;her jedes Buch, das wir layoutet haben, von A bis Z gelesen. Das geht heute gar nicht mehr und auch wir m&#252;ssen uns drauf verlassen, dass der Kunde es sieht &#8211; daf&#252;r gibt es ja Korrekturl&#228;ufe. Was wir sehen, fixen wir, aber es geht einfach gar nicht mehr immer.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Jürgen Siebert</title>
		<link>http://www.fontblog.de/buecher-frisch-ausgepackt-5-nanni-balestrini-tristano/comment-page-1#comment-118558</link>
		<dc:creator>Jürgen Siebert</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Oct 2009 09:50:01 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;blockquote&gt;Schlimmer finde ich aber den Konservatismus von Suhrkamp, immer stur bei der ›verordneten‹ Corporate Identity Schrift Garamond zu bleiben, bei dieser radikalen literarischen Idee des Autors.&lt;/blockquote&gt;
Als K&#228;mpfer f&#252;r Schriftvielfalt, -qualit&#228;t und -weiterentwicklung kann ich dem nur zustimmen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Schlimmer finde ich aber den Konservatismus von Suhrkamp, immer stur bei der ›verordneten‹ Corporate Identity Schrift Garamond zu bleiben, bei dieser radikalen literarischen Idee des Autors.</p></blockquote>
<p>Als K&#228;mpfer f&#252;r Schriftvielfalt, -qualit&#228;t und -weiterentwicklung kann ich dem nur zustimmen.</p>
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	<item>
		<title>Von: Jürgen W.</title>
		<link>http://www.fontblog.de/buecher-frisch-ausgepackt-5-nanni-balestrini-tristano/comment-page-1#comment-118557</link>
		<dc:creator>Jürgen W.</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Oct 2009 09:20:57 +0000</pubDate>
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		<description>Das liegt wohl daran, dass in InDesign Ligaturen ›default‹ sind. Und wenn ein OpenType-Font mit vielen Ligaturen ausgestattet ist, werden die auch &#252;berall automatisch gesetzt. Korrekturlesen ist aber Sache des Setzers.
Schlimmer finde ich aber den Konservatismus von Suhrkamp, immer stur bei der ›verordneten‹ Corporate Identity Schrift Garamond zu bleiben, bei dieser radikalen literarischen Idee des Autors.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das liegt wohl daran, dass in InDesign Ligaturen ›default‹ sind. Und wenn ein OpenType-Font mit vielen Ligaturen ausgestattet ist, werden die auch &#252;berall automatisch gesetzt. Korrekturlesen ist aber Sache des Setzers.<br />
Schlimmer finde ich aber den Konservatismus von Suhrkamp, immer stur bei der ›verordneten‹ Corporate Identity Schrift Garamond zu bleiben, bei dieser radikalen literarischen Idee des Autors.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: thomas junold</title>
		<link>http://www.fontblog.de/buecher-frisch-ausgepackt-5-nanni-balestrini-tristano/comment-page-1#comment-118556</link>
		<dc:creator>thomas junold</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Oct 2009 08:50:59 +0000</pubDate>
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		<description>lieber plamen, sie sind aber auch eine mecker-tante! woran liegt’s?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>lieber plamen, sie sind aber auch eine mecker-tante! woran liegt’s?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Plamen Tanovski</title>
		<link>http://www.fontblog.de/buecher-frisch-ausgepackt-5-nanni-balestrini-tristano/comment-page-1#comment-118555</link>
		<dc:creator>Plamen Tanovski</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Oct 2009 08:38:26 +0000</pubDate>
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		<description>&quot;Leseprobe als PDF&quot;

Das Ligaturen-An-Den-Wortfugen-Analphabetentum scheint epidemische Ausma&#223;e erreicht zu haben. Das kommt davon, wenn B&#252;cher von Grafikdesignern und Germanisti(k-Studentin)nen produziert werden.

SCNR</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Leseprobe als PDF&#8221;</p>
<p>Das Ligaturen-An-Den-Wortfugen-Analphabetentum scheint epidemische Ausma&#223;e erreicht zu haben. Das kommt davon, wenn B&#252;cher von Grafikdesignern und Germanisti(k-Studentin)nen produziert werden.</p>
<p>SCNR</p>
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