Berlinale-2009-Plakat: iiiiii, das Publikum

Es ist eine alte Tradition, das sich Fontblog Jahr für Jahr den Berlinale-Plakaten zuwendet. Vor zwei Jahren waren sie eher unauffällig, im letzten Jahr war der Lochverstärker der Star. Das offizielle Plakat für die 59. Internationalen Filmfestspiele Berlin wurde vom neuseeländischen Designer Paul Snowden entworfen, der in Berlin lebt und arbeitet. Vielleicht auch ein Zeichen der Rezession: »Anders als in den vergangenen Jahren steht in diesem Jahr ein Motiv für die gesamte Berlinale. Auf Sektionsplakate wurde zugunsten einer einheitlichen Kommunikation verzichtet.« heißt es bei der Vorstellung des Plakates 2009.

Paul Snowden über seinen Entwurf zur Berlinale 2009: »Den wunderbaren Bilderfluten dieses Filmfestivals etwas entgegenzusetzen und ihnen gleichzeitig Tribut zu zollen, erforderte eine Paul-Snowden-typographische Lösung – etwas Wagemutiges, das gleichzeitig die wahren Stars der Berlinale feiert: das Publikum und diese großartige Stadt.«


58 Kommentare

  1. Christian Büning

    sag doch irgendwer etwas. Dieses Schweigen ist ja schlimm.

  2. daniel perraudin

    hmm, tja, ich hab das gefühl man weiß nicht recht was man sagen soll. die idee/das konzept ist ja ganz nett, aber die ausführung…

    nein, also die umsetzung ist wirklich nicht schick – den konnex zwischen berl/i/nale kriegt man nicht hin, die /i/s sehen nur mit enorm viel fantasie nach männchen aus, generell hängt mir alles zu weit rechts… und hey, warum ist denn das zweite /l/ (kleines /L/) kürzer als das erste???

    tja, alles in allem.. hmm – so schlecht war der lochverstärker eigentlich gar nicht…

  3. thomas

    Wahrscheinlich sind alle noch geschockt. Die Idee finde ich gut. Die Umsetzung spricht mich überhaupt nicht an.

  4. thomas | BFA

    ich weiss nicht, ob ich gerne futura sein will, wenn man mich als zuschauer schon aufs plakat bringt. die wahl der schrift finde ich in der tat nicht sooo sexy.

    das hier gestalterische kompromisse eingegangen werden mussten sieht man an der nicht vorhandenen zentrierung des »nale«, nur damit der gag mit dem »l« und dem i-punkt klappt.

    die umsetzung finde ich wirklich nicht 2008/09

  5. steffen

    ich mag snowdens portfolio, von daher bin ich vielleicht etwas voreingenommen.

    ich mag die idee. die umsetzung ist schon sehr krass, war auf den ersten blick auch nicht begeistert. aber ich glaube die präsentation auf der ebenfalls roten berlinale-seite nimmt dem plakat auch einigen wind aus den flügeln.

    müsste mal mal in aktion sehen.

  6. clexs

    berl(Panzerkette)nale

    autsch

  7. HD Schellnack

    Snowden ist eigentlich normalerweise… böser. Wahrscheinlich ist ein Ding wie die Berlinale einfach zu konsens für jemand, der so zwischen Kunst und Design schwebt. Obwohl… so ein ordentliches FUCK hätte dem Berlinale-Plakat doch eigentlich gut getan. As it is, sieht das ganze ein wenig aus wie Kieler Woche 1956 oder so. Karl Oskar Blase Redux. Was irgendwie okay äre, würde man sich nur die arg wie ein Nachgedanke aufgepappte normale Typo aus dem Plakat denken dürfen, aber irgendwie doch etwas wenig.

    Interessant, wie alle Entwürfe der letzten Jahre um das Thema FILM herumzukommen versuchen. Zu naheliegend?

  8. Till

    Jürgens Überschrift finde ich wunderbar. Wenn Paul Snowden diese misanthropische Haltung bei der Gestaltung im Sinn hatte, zöge ich meinen Hut vor so viel Subversivität.

  9. icke

    mir gefällts.

  10. Johannes

    Das Ding riecht stark nach kaputtgeredet. So, wie es jetzt aussieht, ist es höchstens Durchschnitt 2. Semester. Da geht ja nix mehr zusammen… Und der pathetische Kommentar klingt leicht übergeschnappt. »Gut gebrüllt, Berliner«, sagt da der Hamburger.

  11. Herr Wallert

    Das geht irgendwie gar nicht. Aber hingehen werde ich trotzdem.

  12. manuel

    Sieht für mich aus wie ein Entwurf von Leuten aus dem 2. Semester, der das erste mal bei ner Besprechung gezeigt wird. Immer wieder verwunderlich, was für Entwürfe schlussendlich vom Kunden ausgewählt werden…

    ..und wie ich am lostippen bin seh ich, dass das Stichwort des 2. Semesters eben grade gefallen ist. ;)

  13. philipp

    hmmm… sehr “oldschool”. ;)

  14. Cedric

    Im ersten geht sowas also noch nicht :)

  15. Wilhelm

    wenn Künstler versuchen, oder besser gezwungen werden, für ein breites Publikum zu gestalten, passiert halt so etwas. (er hätte es auch ablehnen können, oder?)

  16. Andrzej

    berl und nale liebten sich…

    aber sie kamen nicht zueinander, denn eine Bande gleichgeschalteter iiiiiii´s war so böse und stellte sich ihnen immer in den Weg. Auch nale´s Versuch sich zu tarnen und aus seinem l ein langes i zu machen, um seinem geliebten berl wenigstens ein Stück näher zu sein, scheiterte kläglich.

    Was die iiiii´s gegen berl und nale haben und warum alles in Futura gesetzt werden muß im 21. Jahrhundert, sehen sie in einer spannenden Verfilmung, demnächst auf Ihrer Berlinale…

    ööööh, so oder so ähnlich, oder? ;)

  17. Mario

    Ich mochte den Bär und den Berlinale Schriftzug doch so sehr…

    :( Das ist wohl “back-to-the-questionmarks”

  18. DanU

    “Wasted German Audience” ;) sweet as…

  19. tom

    “Auf Sektionsplakate wurde zugunsten einer einheitlichen Kommunikation verzichtet.”

    Ja klar, da wollte wer Arbeitszeit sparen.

  20. Johann Peter Werth

    be Berl(iiiiiigittigitt!)n

  21. P. Nym

    »Auf Sektionsplakate wurde zugunsten einer einheitlichen Kommunikation verzichtet.« … sagt aber auch dass der/die Autor/in dieser Zeilen meint, dass die bisherige Kommunikation der Berlinale ›uneinheitlich‹ war?!

  22. Nathanel

    schrecklich. sieht abscheulich aus und sagt nichts aus. nichtmal witzig.

    total bescheuert.

  23. Christian

    hm … ich musste schmunzeln, nachdem ich genauer hinschaute. Sieht zwar selbst für meine Laienaugen oldschool aus, aber je häufiger ich es sehe, umso besser gefällts mir.

  24. Sharif

    Ich finds auch nicht schlecht. Zwar kann ich die Futura nicht mehr sehen, aber mit einer anderen Schrift wäre es wohl etwas kompliziert geworden, die Idee umzusetzen.
    Vielleicht hätte man aus dem a noch eine Popcorn-Eimer machen können. Aber das passt wahrscheinlich nicht zum schwer-intellektuellen Publikum der Berlinale.

  25. ak

    Bin ich denn der einzige, der die blaue Schrift auf dem roten Hintergrund Augenkrebs erregend findet? ;o

    Ansonsten gefiel mir der Bär auch deutlich besser… :)

  26. Markus

    Das unqualifizierte Gekeife gegen dieses Plakat ist doch wirklich armselig.

  27. thomas | BFA

    dann sprich doch mal qualifiziert dafür markus. ;-)

  28. Markus

    Ich muß mich gar nicht “dafür” aussprechen, um solche Kommentare wie “Sieht aus wie 2. Semester” oder “igitt” trotzdem als armselig bezeichnen zu können. Also fühl du, Thomas, dich gar nicht angesprochen von meiner Ätzerei. Es ging mehr um das “wie”… aber was reg ich mich auf – wir sind im Internet, hier passiert ja gar nichts ungewöhnliches und an 6 von sieben Tagen reg ich mich auch gar nicht über sowas auf. Falschen Tag erwischt. Weitermachen, Danke, Tschüß ;-)

  29. Johannes

    was ist denn an »sieht aus wie 2. semester« so unqualifiziert?

    es geht hier, wie so oft im fontblog, um des kaisers neue kleider.

    es geht in diesem fall entweder darum, dass sich die berlinale ein plakat hat aufschwätzen lassen, das qualitativ nicht im entferntesten an das heranreicht, was sie selbst im besten fall bietet (große kinokunst = große plakatkunst). für diese version spricht der völlig überhöhte kommentar von snowden, der doch arg nach besser verkauft als gemacht klingt.

    oder es geht darum, dass die berlinale (wie leider so viele kunden) eine eigentlich gute idee durch hin und herschieben kaputtgemacht hat (das lässt sich allerdings nicht überprüfen, würde mich aber interessieren. wobei in diesem fall der künstler die verantwortung trägt. denn er kann ja auch nein sagen)

    in beiden fällen entspricht das ergebnis nicht dem eigentlichen anspruch an so eine arbeit. und um das vernünftig einzuordnen und vergleichbar zu machen, kann der vergleich mit entsprechenden studentischen arbeiten doch helfen.

    die gesamte statik des plakats. der oberflächliche witz. die grobe typografie. die merkwürdigen anschnitte und die unausgewogenheit der flächen. all das erinnert mich an die unerfahrenheit junger studenten. und zwar aus der sicht eines dozenten.

  30. coin

    warum sieht der abstrich beim “e” eigentlich so aus
    wie bei der helvetica und nicht wie bei der futura?

  31. HD Schellnack

    Ich bin irgendwie immer froh, dass hier nie groß über unsere Arbeiten Gericht gehalten wird – ich bin für sowas zu sensibel, und kann nur hoffen Snowden hat ein dickeres Fell.

    Mir ist übrigens durch den Kopf gegangen, dass ich das Motiv besser fände, wenn die darüber gelegte Datumstype usw weg wäre – und die Sponsorenleiste sowie der weiße Rand.

  32. Simone Wolf

    Ich find’s toll. Mich spricht es an. Und ich fände es sogar als Kampagne für Berliiiiiiiin gut. Wobei ‘Be Berlin’ ja nicht so schwer aus der Bahn zu werfen ist…

  33. Stefanb

    Ich finde es auch alles andere als schlecht. Die Verbindung mit dem Publikum hatte sich bei mir eigentlich sofort eingestellt.
    HD hat aber recht, das Motiv leidet ziemlich unter den Zusatzinfos. Der recht großzügige Weißraum für die Sponsorenlogos ist ja noch zu verkraften, aber diese Datumstypo ist wirklich schwierig. Mal davon abgesehen, dass sich mir nicht so recht erklärt, warum man dort von der Futura abweicht, gehen die Farben so gar nicht zusammen. Das ist eigentlich auch mein größter Kritikpunkt: Futura und dieses beigerot machts wirklich ziemlich retro; das blasse Blau schafft dazu keinen angenehmen Kontrast.

  34. jan

    haha “sieht das ganze ein wenig aus wie Kieler Woche 1956”

    als fan von snowden und german wasted bin ich enttäuscht. so fade! so biedermeier
    andererseits auch wieder ein statement. hat sich snowden gesagt “scheiss auf design? ich fick sie jetzt mal?” auch cool.

  35. HD Schellnack

    Noch was ganz absurdes am Rande – bin ich der einzige, der bei der Futura mit dem VW-Logo sofort denkt, dass das ja verdammmmmmt gut passt? Auch mit dem weißen Rahmen – als wäre es für VW gemacht :-D. Was ich, am Rande, echt nett finde, sind die derben Outlines um die Typo. Oldschool. Das ist ein komisches Ding, vieles daran könnte echt nett sein, aber es kommt nicht ganz zusammen. Ich denke aber, aus der Idee lässt sich für Web und auch für 18/1 und Megas im Querformat viel machen.

    Unterm Strich ist es nicht besser oder schlechter als die Vorjahressachen, die auch immer einen Tick artifiziell wirkten – was entweder an dem Thema liegt, das schwer zu greifen ist (ich hätte da auch erst mal keine Idee), oder an der Jury, mag ja auch sein. Alle drei Lösungen sind gelungen, aber wirken irgendwie auch etwas gezügelt. Ich fand insofern eigentlich den Entwurf von Doublestandard sehr konsequent, weil der sehr ruhig und sachlich daherkam und das passte schon vielleicht besser als hier, wo war an sich schön hoch geworfen aber irgendwie vielleicht einen Tick daneben getroffen wurde.

    Man kennt halt die Hintergründe zu wenig und alle Kritiker hier sollten a) überlegen, was sie produziert hätten und b) mal in die Schubladen schauen, was sie selbst an Kompromisslösungen produzieren mussten (sofern dies hier eine ist). Ich war letztes Wochenende bei einem Job fast SCHOCKIERT, als mein Entwurf ohne jedwede Änderung einfach durchlief. Ohne, dass mir einer reinreden wollte. Und das bei einer Sache, wo ich gewettet hätte, das geht nicht so durch :-D. Wo kommen wir denn DA hin? Ich hab fast einen Freudentanz gemacht, Leute….

  36. robertmichael

    wen interessieren bitte die 3 sponsoren auf dem plakat? außer die sponsoren selbst? irgendwie sollte man sich doch hier mal durchsetzten können und dieses sponsorenleiste streichen, die tauchen doch früher oder später eh irgendwo auf.
    wenn man plakatkunst machen will und einen internationalen ‘künstler’ dafür arangiert, dann sollte man sich auch mal von diesem bullshit trennen können und auch die sponsoren sollten sich nicht so haben.

    @ hd: der weiße rahmen ist sicher von jürgens blog, der ist normalerweise nicht drum.

    das blau auf dem rot finde ich auch etwas … gewagt. und außer das ich zuerst “bert” und “naie” gelesen habe ist die idee sicher ganz nett, hätte es aber auch etwas pfiffiger umgesetzt. scheint aber der typische plakative wasted-german-youth-syle von snowden zu sein.

  37. thomas | BFA

    das war im grunde das erste, was aufgefallen war, dass die sponsorenlogos sehr auffällig platziert wurden. ich bin ja grundsätzlich bei solchen an sich farbigen sachen für die einfarbige logo-variante. und kleiner und auf der roten fläche wär’s auch gegangen. aber mach das mal den sponsoren klar. :-)

    ähnliches für die blaue typo. dieses draufgepappte sieht mehr nach störer aus, als nach unverzichtbarem element.

    ansonsten ist die aufgabe sicher sehr schwer und vielleicht liegt man mit abstraktion und sehr viel weniger ist vermutlich mehr besser im rennen, wenn man bedenkt wie filmplakate gemeinhin aussehen. sollte so ein plakat als übergreifende ereignispräsentation in bezug auf solche motive doch zusammenhaltend wirken.

    es ist sicher nicht die schlechteste lösung aber so richtig zünden …

  38. HD Schellnack

    Robert, ich weiß natürlich nicht, wie es bei der Berlinale läuft, aber bei den meisten veranstaltungsplakaten, die wir so machen, ist die Sponsorenleiste oft das, worum es die meisten Debatten gibt. Größe, Platzierung, bis hin zu der Tatsache, dass ein Corporate-Design-Beauftragter eines wichtigen Sponsoren prüft, ob das Koop-Logo auch richtig angewandt wurde usw. Ich bin eher baff, dass es hier «nur» drei Sponsoren gibt (ich finde jainzwischen, an der geringen Zahl von dann aber A-Liga-Sponsoren erkennt man hochwertigere Events).

    Und oh, der weiße Rahmen ist NICHT im Design? Schade eigentlich, ich mag dein irgendwie. Umso mehr wundert mich dann aber, dass man es nicht ganz nahtlos gemacht hat – oder ist es das im Original, also so angelegt, dass sich bei Nebeneinanderhängung eine iiiii-Kette der Plakate ergäbe?

  39. HD Schellnack

    Und… alter Schwede, ich habe mich gerade einmal durch das Archiv der Berlinale gekämpft.

    Wir nörgeln hier auf einem seltsamen Niveau. Die Plakate der letzten Jahre – Double Standards ausgelassen – sind ungemein selbstreferentiell. Die 80er und 90er sind… einfach Augenkrebs. Das ist schon unglaublich bunt und schlecht. In den Siebzigern ist zumindest die Typo halbwegs hingerotzt und insofern erträglicher.
    Vor dieser Folie wirken die Plakate der letzten paar Jahre doch geradezu wunderbar :D

  40. robertmichael

    jau, ich weiss mit der sponsorenleiste ist immer ein heikles thema, hab ja selbst schon mehrere in diesem stil machen dürfen/müssen. :-/
    aber mal ehrlich, wenn die sponsoren hier über ihren schatten springen könnten wäre das doch der effekt viel positiver. so ist es nur eine unütze info, die die breite maße eh nicht interessiert. sponsoren kann man auch auf den flyer oder an der promiwand auf dem roten teppich kommunizieren, dort fällt es auch mehr ins auge. ich kenne sponsoren die trotzdem gerne geld geben und dafür nicht überall genannt werden wollen, bzw. das design als design verstehen. ja, dass sind große deutsche unternehmen. :)

    das mit der iiiii-kette wäre sicher ein schöner effekt, sieht aber nicht so aus als ob das funktionieren würde, schaut man sich mal das original an. sektionsplakate würden sich trotzdem anbieten, mit verschiedenen signalfarben oder so.

  41. HD Schellnack

    Nein, die Kette scheint nicht zu funzen – schade eigentlich, wäre ja naheliegend und dann echt wuchtig als Gesamteindruck auf einem Bauzaun.

    Und Sponsoren – du redest da bei mir offene Türen ein. Wir plädieren IMMER dafür, dass Sponsoren ganzheitlich eingebunden sind und sich angenehm als Teil des Ganzen funktional präsentieren. Manchmal ght das sher gut, etwa bei einer Veranstaltung mit Jochen Hunold, bei der sich Air Berlin als exzellenter Spielpartner erwies. Die Tatsache, dass es da Flugzeugsnacks und Air-Berlin-Stewardessen als Cateringleute gab, hat sicher mehr gewirkt als jedes Logo auf einem Plakat.

    Auf der anderen Seite kennen wir aber sicher alle die Sponsoring-Partner, die fast berechenbar jedes Jahr nach der Salamitaktik auf einem Plakat nochmal 10% größer sein wollen, bis man bald zwei Plakate braucht – eins für die Veranstaltung, eins für den/die Sponsoren, die sich untereinander noch nach Rangfolge bekriegen. Es ist die Pest, vor allem, wenn es dann auch noch 4c-Logos sein müssen (1c ist SO viel besser).

    Ich habe im letzten oder vorletztem Jahr ein Konzertplakat gesehen, das zu 50% aus Sponsoring bestand und dabei die Sponsoren wie zu einer Pyramide gestaffelt den gesamten unteren Teil einnahmen. Das KANN doch nicht mehr funktionieren – ebenso wie Plakate für Kindermusicals, die förmlich mit Logos überschüttet sind. Solches Placement bei der Zielgruppe ist perfide, sorry (Ich bin ja eh für ein weitgehendes Werbeverbot rund um Kinder, sowohl als Objekte IN der Werbung als auch im Hinblik auf Wrbung, die sich direkt an Kinder wendet.) und geht vor allem auch imageschädigend nach hinten los, weil es elendste Anbiederei ist.

  42. robertmichael

    hehehe! die sponsorenpyramide gefällt mir :) ich stell mir gerade 50 sponsoren auf einem plakat vor, in pyramiden-dreieck-oder-was-weiss-form angeordnet. natürlich ganz groß und present in der mitte des plakats, darunter dann eine zeile:
    »präsentieren ihnen das musical … am …« yeah. plakat 2.0
    dann haben wir nur ein ganz großes problem zu lösen: die anordnung der sponsorenlogos. wer steht oben?

    ;)

  43. robertmichael

    die fehler darf der bloginhaber behalten. umpf! ich muss mich wieder den weihnachtsgeschenken zuwenden.

  44. MiSc

    aufgefallen ist, dass im Wort “Berlin” das i sehr wohl lang gesprochen wird (iiiiiii), in “Berlinale” hingegen jedoch nicht…
    aber es ist ja ein geschriebenes Wort, am Plakat.

  45. Christian Büning

    Warum nicht direkt B-Movie

  46. Simon

    wenn sich Berlin bei seinen 170 Partnern bedannkt reichen die Logos sogar für nen Sponsorenweihnachtsbaum…schrecklich!!

  47. HD Schellnack

    Die Anzeige hab ich auch gesehen – absolut gruselig. Im Grunde ist das Problem an unserem Beruf, dass das, was in den 60ern noch wahnsinnig frisch ist (Bildmarke, visuelle Identität) inzwischen, wie bei so vielen Dingen, so überhand genommen hat und dabei so bestenfalls mittelmäßig geworden ist, dass es in der Summe einfach nur noch wehtut.

  48. robertmichael

    wobei, ohne logo ist irgendwie auch keine lösung. jedenfalls wenn man nicht so ein wiedererkennbares cd wie mercedes benz hat. mir fällt das immer an den anzeigen von triumph auf. die fallen nämlich dadurch auf, das sie nicht aufallen ;) ohne logo, ohne cd getöns … nur foto und copy, das einzige wo man erkennt von wem die anzeige ist, ist die abgedruckte webadresse. anscheind kommen sie mit ihrem neuen logo selbst nicht klar: http://www.designtagebuch.de/triumph-neues-logo

  49. robertmichael

    jau. alt aber noch immer ein prachtstück :D

  50. term shon

    ich respektiere pauls arbeiten. aber das da oben ist schon komsich. …trotzdem respekt paul.

  51. marc steiner

    wo ist das i im wort berlinale auf dem logo ?

  52. yvonne

    der qualitätsanspruch der berlinalemacher scheint nicht sehr hoch zu sein. hier fehlt der glamour, das innovative und die wertigkeit, sie sind für diese veranstaltung nicht passend.
    das blau auf rot… ja aua! LESBARKEIT ist eine der grundsätze in der plakatgestaltung, oder?
    ich weiss nicht, wenn jemand sonst flyer und plattencover gestaltet….
    schade schade, dass man für sowas einen künstler hernimmt und nicht eine der vielen designer in berlin.
    jetzt hängen die plakate am potsdamer platz und man wartet auf die visuelle veränderung in serie oder das erscheinen der sektionsplakate … bis nach der berlinale…

  53. Ivo

    Nach der langen Zeit möchte ich auch mal wieder meinen Senf dazugeben. Die Idee des diesjährigen Berlinale-Plakats ist die beste, an die ich mich erinnern kann. Denkt man sich die [natürlich störenden] Sponsorenlogos weg, ist vor allem die 16/1-Version spitze.

  54. berghain25

    echt mal ey…

  55. Holger

    Die Haltung von Snowden ist an Arroganz und Selbstgefälligkeit nicht zu überbieten. Lest mal auf seiner Website seine Statements zum Berlinale-Job.

  56. Jonathan (Weg Eins)

    Komisch… mir gefällt’s!

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