
Sie nennt sich Mrs. Eaves … wie die Antiquaschrift von Zuzana Licko. Die neue Eaves scheint in Australien zu leben, wo sie seit kurzem ein anonymes, unstrukturiertes Weblog mit dem Titel »for the love of type« publiziert: wenig Text, viele Bilder – eine Seite. Ihre schlanken Beine nennt sie »Unterlänge«. Nichts auf der Seite ist neu oder originell, doch es scheint mit Liebe entdeckt zu sein. Das Video ihrer Körperselbstbeschriftung haben auf YouTube bereits 170.000 Besucher gesehen. Es ist professionell inszeniert und geschnitten.

Wäre Mrs. Eaves eine Designerin, würde sie einen selbst gehostetes Blog führen anstatt sich bei Googles »Blogger« anzumelden. Für eine Designstudentin kopiert sie zu viel und experimentiert zu wenig. Ihr Vorbild scheint Stefan Sagmeister zu sein.
Ich glaube, dass Mrs. Eaves der Versuch einer viralen Kampagne ist. Aber wofür? Edding-Tattoo-Stifte? Dymo-Etikettendrucker? Die U-Bahn von Melbourne? (angeregt durch Macnews.de)

wenn sie keine professionelle designerin ist, dann ziehe ich meinen hut vor so viel wissen über schrift. das wäre dann ein ausserordentliches naturtalent. warten wir einfach mal ab.
ich finde den titel des videos schön, und natürlich als soundtrack ein passendes cover von fatboy slims ›right here…‹. nachdem du dich schon mit dem BPA-videolink als norman-cook-fan geoutet hast, jürgen, freue ich mich auch über diese wiederholte einflechtung deines guten musikgeschmacks in den fblog.
… oder auch nicht ›covers‹ … oh
Was für ein großer, ja nahezu naiver Optimismus. Du solltest mal zu den Semesterschauen gehen, die Du postest, denn die Realität weicht von Deiner Idealvorstellung leider ordentlich ab … :(
Aus dem Kommentar zum Video:
„Part of a campaign to promote writing on designated graffiti spaces rather than someone elses property. Would you write all over your property?“
Ähnliches steht aber auch im Blog.
Unglaublich arrogant!
Es gibt Leute die a) keinen eigenen blog hosten können und b) eventuell auch nicht finanzieren?
Jeder kann WordPress installieren, wenn er/sie sich mal fünf Minuten mit dem Tutorial beschäftigt, behaupte ich mal. Und die ein bis zwei Euro im Monat fürs Hosting kriegt sie bestimmt auch noch zusammen.
Nichtsdestotrotz, ich mag zwar diese Blogger-Accounts auch nicht, aber das soll letztlich jeder halten wie ein Dachdecker.
[P.S.: Leute, müsst ihr eigentlich immer anonym posten?]
Ich glaube die Meinung das ein gutes Blog ein auch eine eigene Toplevel Domain mit eigenen Theme haben muss ist mal wieder typisch deutsch ;-).
Es gibt so einige sehr gute Blogs bei denen der Inhalt und nicht das Äußere wichtig ist. Auch im Design Bereich.
Als Beispiel fällt mir da The Sartorialist ein.
Es geht ja nicht nur um das Aussehen und die “Notwendigkeit” einer eigenen Domain. Aber was passiert, wenn (jetzt mal rein fiktiv) blogger.com und Konsorten pleite gehen? Den Laden einfach aus Bock dicht machen? Hat man Zugriff auf seine ganzen Daten, kann man überhaupt ein Backup machen? Mir wäre das alles zu unsicher, so etwas über einen “externen” Anbieter zu regeln. Dann doch lieber die paar Euro im Monat, WordPress per One-Click installieren und notfalls das WP-Standard-Theme verwenden, wenn es nicht zu was eigenem reicht.
also rein für das Video verrät uns die Gute ja schon den Sinn in der Youtube-Beschreibung:
dass das aber für den ganzen Blog gelten mag, kann ich mir nicht vorstellen …
Ist das nicht die Frau, die sich schon einmal auf aehnliche Weise bei FedEx beschwert hat, indem sie das Paket ihrer Wettbewerbseinreichung (das FedEx nicht versandt hat) so beschriftet und bei FedEx abgegeben hat?
@sdfgsdfg-Feigling: Ist es arrogant zu behaupten, dass ein Taxifahrer für seinen Job eine eigene Karre braucht statt einen Leihwagen? Meine Betonung lag auf DESIGNERIN, von »Leuten« habe ich nicht gesprochen. Als Designer will ich die 100-%-prozentige Freiheit der Gestaltung haben, wenn ich mir meine eigene Homepage baue … die ja eine Visitenkarte ein könnte. Von Gestaltung kann bei der Mrs.-Eaves-Seite keine Rede sein.
Warum ist diese Kampagne nicht verlinkt? Ich recherchiere weiter …
Ihr seid mir ein lustiger Haufen! Ich dachte, dass es bei so Blogs darum geht, schnell und unkompliziert was ins Netzt zu stellen. Und wenn das Ganze dann noch anständig aussieht, prima. Aber glaub doch bitte keiner, dass ich den fontblog lese, weil das CSS so schön ist!
Und somit hab auch ich brav, wie zwei drittel meiner Vor-Kommentatoren, das eigentlihce Thema verfehlt. Daher:
“For the love of type” ist doch eigentlich eine ganz nette Idee.
Auch noch mal ein bißchen off-topic, oder eben most-interesting-topic-side-aspects: Ich halte es ebenfalls für seltsam jemanden dafür zu kritisieren oder deswegen als ›Amateur‹ abzukanzeln (nochmal: Amateur und Profi, übrigens auch WP), weil er oder sie sich der Vorteile des simplen ›Web 2.0‹-Publizierens bedient (über deren Möglichkeiten wir ja alle größtenteils sehr dankbar sind, nehme ich an). Folgerichtig dürfte man als Auftraggeber keine Designer in Anspruch nehemn, die zB. nicht einmal eine eigene Webseite haben.
Wer Xing benutzt, oder seine Videos über YouTube verbreitet, Projekte über Myspace kommuniziert, über Facebook mit Kunden in Kontakt tritt – sollte er/sie nicht genau so disqualifiziert werden, wie jede/r, der/die als Profi-DesignerIn nicht auch seine eigene Onlineumgebung programmiert?
Dann finde ich, können wir auch alle Typo-Amateure auf den Mond schießen, die für ihre Arbeiten vorgefertigte Fonts benutzen, anstatt für ihre Aufträge eigene Schriften zu zeichnen.
The medium ist m.E. nicht immer massage.
Und Swissmiss würde sich nicht mit Typepad abgeben. Und Strobist ist nicht das wertvollste Blog für Fotografen.
Blogger ist nur eine Plattform, wie WordPress auch, und auch wie WordPress ist sie kostenlos. Man kann für beide Themes runterladen oder selbst rumbasteln, Freiheiten gibt es bei beiden genug. Es geht lediglich um das Publishing-System von Blogger, und mittlerweile steht es dem von WordPress fast in nichts nach.
Außerdem könnte ich zumindest mich auf Anhieb gar nicht erinnern wie meine Lieblingsblogs aussehen, denn ich lese sie im Google Reader wo eine Designdiktatur herrscht.
* Ich glaube, dass Mrs. Eaves der Versuch einer viralen Kampagne ist. Aber wofür? Edding-Tattoo-Stifte? Dymo-Etikettendrucker? Die U-Bahn von Melbourne?
Jürgen, was für eine Frage und das von Dir… Wofür? FOR THE LOVE OF TYPE natürlich und nur dafür!
Ich denke auch das es eine virale Kampagne ist – und das ist super! Endlich jemand der Andere mit der Nase auf die Macht und Magie von Typografie stupst!
Gefällt mir richtig, richtig gut!
@nicetype: Google-Reader-”Designdiktatur”, das gefaellt mir ;)
Wobei, hoeren wir lieber auf mit der Diskussion. Am Ende behauptet noch einer, der Inhalt sei wichtiger als seine Darstellung *scnr*
Habt Ihr die Links ganz unten auf der Mrs.-Eaves-Site gesehen? Darunter auch einer zum Spiekerblog. Also doch ein echter Fan…
suzu: hmm der ist doch schnell recherchiert und gesetzt.
»Für eine Designstudentin kopiert sie zu viel und experimentiert zu wenig. Ihr Vorbild scheint Stefan Sagmeister zu sein.«
Muß immer gleich ›Alles‹ so zerrissen werden? Schaut doch recht schick aus; zumal aus dem Stand heraus.
@Jürgen: Wie könnte denn ansatzweise eine Fortsetzung Sagmeister’s Idee Deiner Meinung nach aussehen? Vielleicht farbig?
ps: oh, anonym. entschuldige bitte. ;)
Also *ich* war sofort verliebt :) In Mrs. Eaves? In die Typo? In Mrs. Eaves?
Jedenfalls würde ich Eddings trotzdem nicht kaufen (wenn ich sie nicht sowieso bräuchte).
Für ‘n Viral hat sie mir noch zu viel an :-)
jim: häää? wie was? hab ich was verpasst?
also designstudenten sind primär kopisten, wenn sie sehr viel weitblick haben vielleicht leute mit ein wenig weitblick, aber neue, revolutionäre sachen von studenten? ich weiss nicht. finde ich aber nicht schlimm. man muss sein handwerk erst lernen. für leute, die ihr handwerk bereits kennen ist ein designstudium verschwendetete zeit und im schlimmsten fall rausgeworfen geld,
Lehnst du dich damit nicht etwas weit aus dem Fenster? Alle Designstudenten als primäre Kopisten zu bezeichnen, finde ich etwas vermessen. Der Rahmen eines Studiums bietet häufig genug Raum zur Forschung und Entwicklung eigener Ideen (spätestens beim Abschluss) und die teils großartigen Diplom-/Bachelorarbeiten der verschiedenen Hochschulen beweisen dies eindrücklich. Natürlich ist auch hier nicht alles neu und ungesehen, aber das hält sich meines erachtens nach die Waage mit Leuten aus der Wirtschaft. Wenn du mir das Gegenteil beweisen kannst und eine »neue, revolutionäre Sache«, die aus einem Kundenauftrag entstanden ist, zeigst, dann nehme ich alles zurück.
es ist doch nicht schlimm sich inspirieren zu lassen und man lernt sicher auch jede menge dabei. du wirst doch nicht sagen, dass jemand in den ersten vier semestern schon einen eindrucksvollen eigenen stil hat? das ist eher selten und eigentlich müsste ich jetzt auf den artikel von HD Schellnack verweisen, »FFFFUCK OFFF … oder:« (hier im fontblog). wenn du ehrlich bist wirst du bestätigen, dass es pro diplomausstellung nur eine handvoll arbeiten gibt, die wirklich drive haben, der rest ist eher so lala. meine arbeit war zugegebenermassen auch eher »lala«. ;-)
forschung ist etwas, was an designschulen eh viel zu wenig statt findet. wettbewerbe bedienen ist keine forschung, das ist anbiedern. wenn ich das prinzip fachhochschule richtig verstanden habe, dann sind diese schulen dafür da die leute auf die wirtschaft vorzubereiten. forschung ist ja auch in der wirtschaft nur ein kleiner teil des gesamten prozesses.
es gibt sie sicher, die neuen revolutionären sachen. aber auch die sind selten.
Warum so aggressiv in Nummer 12, Jürgen? Man könnte auch den kaum verhüllten Sexismus in der Beitrags-Überschrift anprangern. Tu ich aber nicht :-P ich find’s ganz hübsch und erfreulich für das Auge, was Mrs Eaves hier gemacht hat. Experimentell? Revolutionär? Äh, warum muß sie das unbedingt sein?
zum thema blogger oder selber hosten – wüsste nicht so recht was dagegen spricht, einen kostenlosen service dieser art zu nutzen … z.b. einige argumente für die nutzung von blogger (von strobist, http://strobist.blogspot.com):
Dude, why Blogger.com? Why not your own URL?
I think Blogger rocks. It’s free, Google indexes it better than any other platform (they own it) and it is very robust. Plus, being Google, I know it will be around in five years. Bandwidth is not a problem on this free platform either. I contacted them and asked if we were getting too big for the free service and they had a nice chuckle over it and sent me a shirt.
Seriously, they are great folks and I highly recommend them and their free platform. Without it, there would not be a Strobist.
Mein Gott wie arrogant! Jetzt wird mir wieder bewußt warum ich Deutschland so zum *** finde. Keine eigene Website, kein eigener Stil… bla bla. Hauptsache kritisieren, dass können Deutsche! Ich finde die Seite und Mrs. Eaves klasse, gerade weil sie so unkompliziert und locker rüberkommt. Fontblog war auch schon mal weniger verbittert! Da gefällt mir Mrs. Eaves besser.
den link zu dem video hatte ich schon vor einigen wochen hier in einem kommentar gepostet. trotzdem – immer wieder schön anzuschauen :)
Erklärt mir bitte mal was das für eine Aktion mit dem Typovideo ist. Sagmeister Cover für Lou Reed war doch quasi 1 zu 1 identisch.
Und zum Thema Studenten und Kopieren:
Das kommt dabei raus, wenn man Studenten das Denken verbietet. Studenten brauchen wirkliche Herausforderungen! Und zwar vor allem inhaltliche Herausforderungen. Um ein Buch typografisch nett zu gestalten braucht man eine gute Ausbildung und viel Erfahrung, aber sicher kein Studium. Nur da wo Gestalter mehr machen als Text und Bildebenen zu sortieren ist Raum für Erfrischendes.
Corporate Designs und Raster in aller Ehren, aber wenn sie nur gut funktionieren sollen wird’s langweilig. Dozenten und Professoren müssen endlich mehr fordern!
Und das sage ich als frustrierter Student einer (ehemals namhaften?) privaten FH.
Weil mir anonyme Kommentare auf die Nüsse gehen, in denen ich angegriffen werde
@Frau mit Herz: Deine Sachlichkeit soll mir ein Vorbild sein.
Wofür steht eigentlich „weca“? Wenn man sich die Poster auf Ihrer Seite anschaut, kann man am unteren ende als firmenname „weca“ lesen. Vielleicht wäre das auch die Erklärung, wofür das eine virale Kampagne ist…
Das einzige was ich dazu gefunden habe:
„WECA steht für “Wireless Ethernet Compatibility Alliance”, eine Organisation die sich mit der Überprüfung und Zertifizierung von Komponenten für das WLAN (Wireless LAN – schnurloses oder Funk-Netzwerk) befasst.â€? (Quelle: http://www.voip-information.de/dsl-glossar/weca.php)
Das habe ich bereits recherchiert. In diesem Fall steht Weca für »West End Community Association«, eine Vereinigung australischer Gemeinden im Westen:
http://www.weca.org.au/
»WECA was formed to respond to community concerns over unplanned development in the peninsula.« Von einer Kampagnen gegen Graffiti ist auf der Seite aber nichts zu finden.
@ Jürgen (#34: angegriffen werden)
Stimmt, Jürgen, der Ton hier kann einem manchmal den Spaß echt vermiesen.
@ Ivo (#7: anonymes posten))
Woher weiß ich denn, dass Du wirklich Ivo bist und nicht Gerd? Und was hätte ich davon, das zu wissen?
Unfortunately, I do not speak German so I can only read this post and the responses through a poor translator. I am intrigued at the interest in my blog.
What exaclty does “Amateur Designerin has Sex with letters” mean in English?
Zum Thema Kopie. Carson hat in einem Vortrag mal erklärt, es sei vermutlich unweigerlich so, dass man gerade zu Beginn seiner Laufbahn eine Weile lang kopiert, Stile zitiert, sich ausprobiert, bis dann irgendwann ein eigener Stil entsteht, der dann vielleicht sogar irgendwann zu einem Käfig wird, dem man sehr bewusst entkommen müsse.
Studenten kopieren, weil sie in dieser Entdecker-Phase sind. Dass die Studienzeit dank BA/MA verkürzt und das Designstudium zur Ausbildung massakriert wird, hilft da leider wenig. Auf den wenigen Diplomen, die ich dieses Jahr in Essen und Dortmund bisher sah, gab es 10% überzeugende, eigenständige Arbeiten und viel Ausschuss, und selbst die guten Sachen bewegen sich im Fahrwasser des Vertrauten.
Das Problem ist a) das anders als in den 90ern kein theoretischer Diskurs mehr hinter der Gestaltung steht. Dekonstruktivismus war kein STYLE, sondern eine Theorie, Emigre war kein lustiges Fontschieben, sondern ein durchaus theoretisches Auseinandersetzen mit Schreibkultur und Lesbarkeit. Das ist passé. heute koexistieren die wildesten Stile, aus denen man sich ganz mix-and-match bedienen kann, ohne den Hintergrund zu kennen. Das Ergebnis ist Beliebigkeit und Irrelevanz. Dazu kommt b) dass die Arbeiten sich sauber splitten in Diplome, die aussehen, als wolle der Student auf jeden Fall am nächsten Tag bei Springer&Jacoby anfangen, ohne wirklich Werbung zu können. Brave Corporate Designs, müde Werbekampagnen. Alternativ dazu gibt es das, was ich Selbstfindungs-Diplome nenne. Ich mag die durchaus, en masse aber irritieren sie mich. Arbeiten, in denen nur noch der persönliche Stil und die persönlichen Interessen des Designers im Vordergrund stehen, ohne sozialen Bezug. Art pour l’art, aber ohne dabei die wirkliche Energie von Kunst zu erreichen.
Die Design-Ausbildung steckt derzeit, nicht nur hierzulande, etwas in der Sackgasse sterbender Medien und sich selbst re-iterierender Ideen. Das liegt aber witzigerweise nicht nur an den Studenten und nicht nur an den Dozenten, sondern an der Branche, am Markt, an der Zeit als Ganzes. Das bewegt sich in Wellen und wird sicher auch mal wieder besser.
Da ist wohl einfach etwas Vertrauen gefragt. Ich bins jedenfalls wirklich. Das kann der Blogbetreiber auch jederzeit nachprüfen, denn er hat ja meine E-Mailadresse.
Aus Erfahrung behaupte ich mal, dass es sich unter offengelegten Identitäten schlechter pöbeln bzw. besser diskutieren lässt. Jürgen beispielsweise legt in seinem Blog seine wahre Identität völlig offen und regt zuweilen durch kontroverse Ansichten und Meinungen zu [hoffentlich fruchtbaren] Diskursen an. Wenn ich darin einsteigen möchte, sollte ich die Skimaske vorher abnehmen, so dass man sich auf Augenhöhe begegnen kann. Eine Frage der Diskussionskultur also, wenn man so will.
Mrs Eaves, it means that you arouse the phantasies of middle-aged typedsigners and fontbloggers :> No seriously, it means exactly what your translation tool is telling you. “Amateur-designer is having sex with letters”, something like that. And yes, it’s supposed to ridicule your work :-/
sorry for me bad english :)
@ Ivo (# 40)
Kinderstube hat nichts damit zu tun, welches Kleidchen man trägt, denke ich. Wer sich in Jeans nicht benehmen kann, der kann das auch im Smoking nicht. Respektive mit oder ohne Skimütze. Gleiches gilt meines Erachtens für die Frage Klarname oder Pseudonym im Blog. So lange beides erlaubt ist, ist beides legitim und die Entscheidung jedem Einzelnen überlassen. Die Frage der Diskussionskultur bleibt davon unberührt. Wer herumpöbelt oder Mitdiskutanten beleidigt, dem sollte von Allen, die es ernst meinen, klargemacht werden, dass das nicht geht. Schön, wenn sich Jürgen darum kümmert, dass es hier sauber bleibt. Aber eigentlich geht das Alle an. Ganz gleich wie sie sich nennen.
@ Jürgen (Intro: Ihr Vorbild scheint Stefan Sagmeister zu sein.)
Der Herr Sagmeister hat das Schreiben auf die Haut auch nicht erfunden. Tätowierer machen das wahrscheinlich schon seit Jahrhunderten. Wer kopiert also wen? Der feine Unterschied liegt hier vielleicht einfach irgendwo zwischen erfinden und vermarkten.
To put the essence of the whole discussion in one sentence: We are wondering, who you are and what’s your profession and how will the Video ›Write here, right now‹ be used?
Die Frage möchte ich gar nicht stellen. Daher auch mein Zusatz mit der Mailadresse. Damit bleibt man notfalls [im Hintergrund] ansprechbar. Aber Kommentatoren wie sdfgdsfg mit Mailadressen wie z.B. SPAM@NOSPAM.de sind eben »zufällig« genau jene, die die Diskussionskultur mit Füßen treten. Und die fallen mir in letzter Zeit leider immer häufiger auf.
@ fjord (#42)
Einfach mal nach Sagmeister + Lou Reed googeln …
@ Paul
Ich weiß, wie’s ausschaut, danke. Und?
zu # 36: Hm, ist mir neu, dass Brisbane eine australische Gemeinde im Westen ist. Und ich dachte immer, Brisbane ist die Kunst- und Kulturmetropole an der australischen Ostküste, und West End der multikulturelle, kreative Stadtteil (wo z. B. auch das Designbüro Inkahoots seinen Sitz hat)? WECA ist meines Erachtens einfach eine alternative Bürgerinitiative dieses Viertels gegen eine Gentrifizierung. Und Miss Eaves unterstützt diese Initiative einfach, nix viral. So einfach scheint das. Aber Fontblog weiß es bestimmt besser.
> Als Designer will ich die 100-%-prozentige
> Freiheit der Gestaltung haben, wenn ich
> mir meine eigene Homepage baue.
Interessant. Selbst gezeichnete Brotschrift sehe ich bei fontblog.de aber nicht — nur Georgia und Verdana. Kann sich FontShops Blog bei den Tausenden von Fonts die Ihr auf Lager habt (inklusive eines eigenen Labels) nichts anderes gestalterisch leisten als die ausgenudelten Microsoft-Klassiker?
Ich würde von Dir, Jürgen, anderes erwarten als eine Behauptung, dass man als Designer “100%ige Freiheit” hat. Die hat man nie, und man soll sie nie haben, weil Designer, anders als Künstler, innerhalb eines Budgets und innerhalb eines Mediums gestalten. Das Medium HTML+CSS legt generell bestimmte Beschränkungen auf (etwa, dass man noch nicht so ohne weiteres beliebige Schriften einsetzen kann — zu dem Thema habe ich ja auf der Typo gesprochen). Und Blogger, genauso wie WordPress oder Movable Type, legen andere Beschränkungen auf. Und wenn man z.B. interaktive Karten von Google Maps einbinden will oder Bilder-Feeds vom Flickr, dann hat man ja noch weitere Beschränkungen. Und wenn man diese umgehen will, dann braucht man gleich ein größeres Budget und einen weitaus größeren Administrationsaufwand.
Ein Blogger, der gerade eben den SysAdmin-Tag feierte, sollte doch wissen, dass man eine Webseite nicht nur einrichten sondern auch administrieren muss. Patches draufspielen, PHP aktualisieren, Datenbanken-Backups machen — das alles macht ja Blogger für mich, so dass ich mir gar nicht darüber Sorgen machen muss, ob meine Seite jeden Tag gehackt werden kann.
Übrigens habe ich Blogger-Blogs gebaut die extrem “frei” in der Gestaltung waren, inklusive der vollen Trickkiste von sIFR-basierter Eigentypografie und weitgehender CSS-Anpassung.
> Wäre Mrs. Eaves eine Designerin, würde sie
> einen selbst gehostetes Blog führen anstatt
> sich bei Googles »Blogger« anzumelden.
Wäre FontShop Berlin ein auf Designer ausgerichteter Abieter, würde die fontshop.de-Webseite nicht Schreck verbreiten mit einem Undesign der (sic!) noch FRAME-Tags verwendet (oh Mann, da war ich 22 als man das so gemacht hat).
Grüße,
Adam
Ps. Die letzte Aussage ist nicht ernst gemeint, ich würde sie für genauso qualifiziert halten wie Deine über den Blogger-Dienst.
> To put the essence of the whole discussion
> in one sentence: We are wondering, who you are
Let me think…
1. I go to http://fortheloveoftype.blogspot.com/
2. I scroll all the way down. I see:
* Chez Porchez
* ILT
* Typophile
* Type Radio
* Spiekerblog
* Gemma O’Brien
3. I think “I know all names but the last one”. So I click on Gemma O’Brien.
4. I arrive at a small portfolio:
http://gemmaobrien.com/portfolio.html
Go figure :)
A.
Tolles Making-Of-Video. Ich hätte nicht gedacht, dass sie sich das selbst auf den Körper geschrieben hat. Hab den Blog sicherheitshalber mal abonniert. Gefällt mir, was sie so treibt. Trotz Blogger-Account.
Sagmeister hin oder her…
Ich hab bei meinem Diplom auch handgemachte Typo angefertigt und werde dauernd gefragt ob ich mich an dem orientiert hätte. hab ich nicht.
als ob er der einzige wäre der handgemachte typo hat? was ist zB. mit Michael Perry?
Wäre Mrs. Eaves eine Designerin, würde sie einen selbst gehostetes Blog führen anstatt sich bei Googles »Blogger« anzumelden.
Dummsinn. Als Blogger-Bloggerin weiß ich zumindest: ich kann mir auch hier sehr wohl eigene Templates basteln und aufsetzen als auch im übrigen wenn ich wollte, meine eigene Domain verwenden. Und ich weiß wiederum als Blogger-Bloggerin sehr genau, dass ich keinen Bock auf das ganze Technikgedöns und die Spam-Sch…*piep* und deswegen Blogger nutze und NICHT z. B. WP.
Am meisten stört mich an der ganzen Diskussion, daß mit keinem Wort auf die Behauptung eingegangen wird, das YouTube-Video sei Werbung für die U-Bahn in Melbourne…
Das kann ich als Sydneysider so nicht stehen lassen. Mrs Eaves (übrigens nach britischer Schreibweise, die in Australien glücklicherweise verwendet wird, ohne “.” nach “Mrs”) läuft ganz klar durch die Market St in Sydney und steigt in der U-Bahn-Station (wahrscheinlich St James) in einen Wagen von CityRail, der Bahngesellschaft für die größte Stadt Australiens.
Ich bin bestürzt und bitte um Klarstellung…
Ich erlaube mir, kurz nachzutreten. ;-p Und frage mich, was wohl z. B. andreastoepfer.blogspot.com zu diesem unsinnigen Statement sagen würde.
Hey, wollte nur mal sagen, dass ihr echt ne super Seite hier habt!