Mit dem 24-Stunden-Film »Standard Time« beginnt das Jahr 2010 schon mal spektakulär. Wir sehen Menschen, die mit stoischen Pflichtbewusstsein einer scheinbar sinnlosen Tätigkeit nachgehen, die jedoch eine Funktion erfüllt: Die Zeit zu zeigen. Mit dem Anspruch, jede einzelne Minute zu bauen, bewegt sich das Team ständig am Rande des Scheiterns.
Standard Time ist eine Arbeit des Künstlers Mark Formanek, realisiert durch die Medienagentur Datenstrudel. 70 Arbeiter fertigen synchron zur Echtzeit aus Holzbrettern eine 4 x 12 Meter große fortlaufende digitale Zeitanzeige. Das macht 1611 Umbauten in 24 Stunden. Lückenlos aufgenommen auf Video (HD) steht nun ein 24 stündiger Film bzw. eine Uhr zur Verfügung. Der oben eingebaute Clip zeigt einen Originalausschnitt zwischen 04:57 und 05:02 Uhr.
Im Januar 2010 erscheint Standard Time auf DVD für den Einsatz auf Computern (29,90 €). Die mitgelieferte Software synchronisiert die 24 h Filmdatei mit der Systemzeit des Rechners und verwandelt ihn in eine »lebende Uhr«. Sie kann als frei skalierbare Anzeige auf dem Desktop oder als Bildschirmschoner verwendet werden. Drei Anwendungsbeispiele …

Yeah! Ein Bildschirmschoner!
Witzige Idee … auch wenn ich mir das nicht als Flatscreen Uhr an die Wand hängen würde ;o)
05:02
Kann man das irgendwie auf einen digitalen Bilderrahmen streamen oder so? Kennt sich damit jemand aus? Ich finde die Idee ziemlich gut, würde mir deswegen aber keinen Rechner in die Küche stellen…
Danke, Marco.
War vor einem Jahr für kurze Zeit auf einem riesengroßen Flatscreen am Dortmunder Hbf zu sehen. Sehr beeindruckend!
@ Trash-Gordon
Einfach die DVD in eine MOV/MP4-Datei umwandeln und über einen USB-Stick an den digitalen Bilderrahmen senden. Der Bilderrahmen muss natürlich das Format unterstützen.
Erinnert mich an ein Projekt von Maarten Baas während des ‘Salone Internazionale del Mobile 2009′ Mailand.
http://www.youtube.com/watch?v=SXNT4T56EmM
Neue Definition von Zeitarbeit