Artikel im November 2009


Pirate-Bay-Logo gekapert

piratbay_stick_montageDiese Geschichte entbehrt nicht einer gewissen Pikanterie. Der schwedischen BitTorrent-Indexierungsseite The Pirate Bay, 2004 von der Anti-Copyright-Organisation Piratbyrån (schwedisch: das Piratenbüro) gegründet, wurde geistiges Eigentum entwendet. Pirate Bay gilt als der weltgrößte Umschlagplatz für (meist urheberrechtlich geschützte) Musik-, Bild- und Videodaten. Am 17. April 2009 wurden die Betreiber von Pirate Bay Fredrik Neij, Gottfrid Svartholm Warg, Peter Sunde Kolmisoppi und Carl Lundström in Stockholm erstinstanzlich wegen Verletzung des Urheberrechts zu einjährigen Haftstrafen und zu Schadenersatzleistungen in Höhe von 30 Mio. Kronen (2,74 Mio €) an verschiedene Musik- und Filmunternehmen verurteilt. Die Angeklagten haben gegen das Urteil Berufung eingelegt.

Das schwedische Handelsunternehmen Sandryds hat sich nun das berühmte Logo von The Pirate Bay geschnappt, um damit den Absatz seiner USB-Sticks zu fördern. »Wir testeten, ob das registriert war. Und das war es nicht«, zitiert die Taz den Firmensprecher Bengt Westborg am Montag. Das Segelschiff übernehme man ohne jegliche Veränderungen, lediglich aus dem Schriftzug »Pirate Bay« wurde eine »Piratebay«.

Der Zeichner des Logos hatte seinen Entwurf nicht als Geschmacksmuster hinterlegt, sagt er heute, weil das Zeichen der Allgemeinheit gehören sollte. Bis zu seiner jetzigen Registrierung konnte es daher von jedermann frei verwendet werden, auch für kommerzielle Zwecke. Weil die Pirate-Bay-Macher der Philosophie folgen, dass Kulturgüter für jedermann frei zugänglich sein sollten, verstehen sie die Entscheidung der Patentbehörde Patent- och Registreringsverket (PRV) nicht, dass sich ein Einzelner das ausschließliches Nutzungsrecht für ihr Logo sichern kann.

Fazit der Taz: »Vermutlich wird man sich auf eine Gesetzesbestimmung beziehen, wonach es einer Registrierung dann überhaupt nicht bedarf, wenn es sich um ein seit längerem ›eingearbeitetes‹ Warenzeichen handelt. Im Kopf des zuständigen Registrators hatte es sich offenbar nicht ›eingearbeitet‹. Der gab als Erklärung für die Registrierung an, dieses Logo noch nie vorher in seinem Leben gesehen zu haben.«

(Fotomontage: Fontblog)

FORTY9: Augenschmaus zum Feierabend

Soeben frisch ins Netz gestellt: Nützlich und schön anzusehende Schriftmuster zum letzten FontFont-Release Nº 49. Auch wenn Release 50 schon im Anmarsch ist: Viel Spaß beim Blättern des 52-seitigen FORTY9-Magazins, gestaltet von Alexander Roth für FSI. Unbedingt Full-Screen ansehen.

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FS20 (16): FF Trixie OT Familie ab 209,00 € 167,20 €

initial2Bis 20. November 2009 feiert FontShop sein 20-jähriges Bestehen, täglich mit einem Lieblingsprodukt, reduziert um 20 Prozent (siehe Fontblog-Ankündigung 20 Jahre FontShop). Heute im Angebot: die beiden FF Trixie-Familien OT und Pro aus der FontFont-Bibliothek. Die OpenType-Trixie ist mit der ursprünglichen Trixie kaum zu vergleichen, denn Erik van Blokland hat sie mit raffinierten OpenType-Automatiken ausgestattet, die sie noch authentischer als alte Schreibmaschinenschrift aussehen lassen – inkl. einiger Späßchen. Zur Trixie-OT-Bestellung… oder zur Trixie-Pro-Bestellung …

Die Original-Trixie erschien 1991 im PostScript-Type-1-Format, für Mac-User sogar mit Ton. Um damals sicher mit den zerklüfteten Buchstaben drucken zu können, war die Zahl der Stützpunkte begrenzt. Dabei enthielt Trixie Text gegenüber der Plain-Version noch mal weniger Stützpunkte, so dass auch eine vollgeschriebene DIN-A4-Seite, gesetzt aus Trixie Text, in akzeptabler Zeit aus dem Laserdrucker kam. Ihr kantiger Charme war ein technischer Kompromiss, verhinderte aber nicht den Erfolg der Schriftfamilie.

Heute gibt es diese technische Einschränkung nicht mehr, so dass Erik van Blokland seine Trixie vor einem Jahr komplett überarbeitete und mit intelligenter OpenType-Technik verknüpfte. Die beiden neuen Familien (OT und Pro) gliedern sich in drei Paare: Trixie Heavy und Light basieren auf den alten Konturen, sind die Brücke zur Vergangenheit und der Garant für Kontinuität und Kompatibilität (zum Beispiel beim Aktualisieren alter Dokumente bzw. Templates). Trixie Rough Heavy und Light stützen sich ebenfalls auf die altbekannten Formen, weisen jedoch ein Vielfaches an Details auf, so dass sie auch auf Plakaten und in Headlines authentisch »wie Schreibmaschine« wirken.

Ein optischer und technischer Leckerbissen sind die Trixie-HD-Schnitte (eingesetzt im rechts abgebildeten Musterblatt; auf Klick auch als PDF downloadbar), die komplett neu gezeichnet wurden. Auffälligstes visuelles Erkennungszeichen ist die Farbbandstruktur der Buchstaben. Das ist nicht wirklich neu … doch bei Trixie gibt es für jedes Zeichen 7 alternative Glyphen, so dass Headlines und -Texte heute noch lebendiger aussehen können als vor 17 Jahren. In Adobe InDesign werden die Alternativen automatisch über die OT-Funktion »kontextbedingte Variante« durchgespielt. Weitere zuschaltbare Effekte sind Grundlinienversatz, historische Formen sowie »Zensur«- und »Schmier«-Schnitte.

Trixie OT Übersicht

Die HD-Pro-Version bietet neben den reinen kyrillischen und griechischen Glyphen noch die Spaßvarianten Fake-Kyrillisch und Fake-Griechisch, in denen die fremdsprachigen Formen »lateinisch lesbar« eingebaut sind.

Weitere Informationen bietet das 6-seitige Trixie-OT-Musterheft (PDF, 6 S, 1 MB).

Berechtigte Abschlussfrage, angesichts der Aufmacherabbildung: Enthält FF Trixie OT ein versales Eszett? Im Prinzip ja, allerdings kam uns die Idee etwas zu spät. Die Fontdaten der doch etwas komplizierteren Schrift (ein HD-Schnitt enthält über 4.000 Zeichen und wiegt 12 – 15 MB) waren bereits seit einigen Wochen bei FSI geschnürt. Also habe ich mir mit Erik van Blokland einen Work-around ausgedacht. Die 18 Versaleszetts liefert FontShop Deutschland in einem kostenlosen Extrafont Trixie VSZ (.otf-zip, 192 K). Der Font wird wie eine Symbolschrift eingesetzt, das heißt: Das Versaleszett liegt auf »fremden« Tasten, nur nicht auf der ß-Taste. Mit den folgenden – nebeneinander liegenden – Tasten werden die Versaleszetts abgerufen:
1 und 2 = Versaleszetts zu Trixie OT/Pro Light und Heavy
3 und 4 = Versaleszetts zu Trixie Rough OT/Pro Light und Heavy
q, w, e, r, t, z, u = 7 Versaleszetts zu Trixie HD/Pro OT Light
a, s, d, f, g, h, j = 7 Versaleszetts zu Trixie HD/Pro OT Heavy

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Alle bis heute erschienenen 20-Jahre-FontShop-Sonderangebote auf einen Blick:
11. FontBook für 99,00 € 79,20 €, zur Produktseite …
12. Axel für 79,00 € 63,20 €, zur Produktseite …
13. de-Groot-Krawatte für 62,00 € [vergriffen]
14. FF Meta OT für 199,00 € 159,20 €, zur Produktseite …
15. »Buchstaben kommen …« (FontShop-Edition) für 35,00 € 28,00 €
16. Typomaß für 19,00 € 15,20 €, zur Produktseite …
17. Zwei limitierte Alpha-Spiele für 71,00 € 56,80 €, zur Produktseite …
18. FF DIN OT für 199,00 € 159,20 €, zur Produktseite …
19. »Made With FontFont« für 45,79 € 36,63 €, zur Produktseite …
10. FontCase, ab 42,00 € 33,60 € (Grundlizenz), zur Produktseite …
11. Las Vegas Fonts für 119,00 € 95,20 €, zur Produktseite …
12. Typo-Mousepad Mac für 9,00 € 7,20 €, zur Produktseite …
13. Roundabout (FontShop-Edition) 19,00 € 15,20 €, zur Produktseite …
14. FF Dax OT für 199,00 € 159,20 €, zur Produktseite …
15. Dingbats Stempelset für 62,00 € 49,60 €, zur Produktseite …
16. FF Trixie OT oder Pro Familie ab 209,00 € 167,20 €, zu Trixie OTzu Trixie Pro …

Die Font-Standards 2010

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Im ersten Teil meiner zweiteiligen Bestandsaufnahme habe ich versucht, die typografischen Milieus der kommenden Jahre zu definieren: Prepress, Office und Internet. In dieser Folge geht es um die Font-Formate für diese Anwendergruppen – aus der Sicht von FontShop und FSI (Herausgeber der FontFonts), also durchaus subjektiv, aber so objektiv wie gewohnt.

(weiterlesen …)

FS20 (15): Dingbats Stempelset 62,00 € 49,60 €

initial2Bis 20. November 2009 feiert FontShop sein 20-jähriges Bestehen, täglich mit einem Lieblingsprodukt, reduziert um 20 Prozent (siehe Fontblog-Ankündigung 20 Jahre FontShop). Heute im Angebot: das Dingbats-Stempelset aus der ShopShop-Edition. Es wurde von den Moniteurs und Factor Design gestaltet. Ein Kunde schrieb uns damals in einem Brief: »Ich brachte es als Geschenk mit zu einem Weihnachtsessen. Am späten Abend war die weiße Brokat-Tischdecke komplett mit Stempelmotiven übersät. Wir hatten viel Freude mit dem Kästchen.« Achtung: Nur 10 Exemplare vorhanden. Direkt zur Bestellung …

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Ein Stempel-Set mit prägnanten Bildzeichen, ideal für den individuell gestaltete Botschaften: einfach ein Symbol auf ein Papier drucken und mit selbst geschriebenem Text ergänzen. So lassen sich auch schlechte Nachrichten mit einem Lächeln ertragen.

Das ShopShop-Gesamtangebot im Jahr 1994, präsentiert auf 24 Seiten, gestaltet von Factor Design (Fotos: Olaf Fippinger)

Alle bis heute erschienenen 20-Jahre-FontShop-Sonderangebote auf einen Blick:
11. FontBook für 99,00 € 79,20 €, zur Produktseite …
12. Axel für 79,00 € 63,20 €, zur Produktseite …
13. de-Groot-Krawatte für 62,00 € [vergriffen]
14. FF Meta OT für 199,00 € 159,20 €, zur Produktseite …
15. »Buchstaben kommen …« (FontShop-Edition) für 35,00 € 28,00 €
16. Typomaß für 19,00 € 15,20 €, zur Produktseite …
17. Zwei limitierte Alpha-Spiele für 71,00 € 56,80 €, zur Produktseite …
18. FF DIN OT für 199,00 € 159,20 €, zur Produktseite …
19. »Made With FontFont« für 45,79 € 36,63 €, zur Produktseite …
10. FontCase, ab 42,00 € 33,60 € (Grundlizenz), zur Produktseite …
11. Las Vegas Fonts für 119,00 € 95,20 €, zur Produktseite …
12. Typo-Mousepad Mac für 9,00 € 7,20 €, zur Produktseite …
13. Roundabout (FontShop-Edition) 19,00 € 15,20 €, zur Produktseite …
14. FF Dax OT für 199,00 € 159,20 €, zur Produktseite …
15. Dingbats Stempelset für 62,00 € 49,60 €, zur Produktseite …

FS20 (14): FF Dax OT 199,00 € 159,20 €

initial1Bis 20. November 2009 feiert FontShop sein 20-jähriges Bestehen, täglich mit einem Lieblingsprodukt, reduziert um 20 Prozent (siehe Fontblog-Ankündigung 20 Jahre FontShop). Heute im Angebot: die Schriftfamilie FF Dax OT aus der 100-Beste-Schriften-Edition. Sie erschien vor anderthalb Jahren und ist immer noch ein Bestseller, weil Preis und Inhalt stimmen. Auf der CD befinden sich die 6 wichtigsten Dax-Schnitte (Regular, Bold, Black plus Kursive dazu) im OpenType-Format. Alle Fonts enthalten – über die OpenType-Funktionalität – Kapitälchen, Tabellenziffern, Mediävalziffern und Ligaturen. Direkt zur Bestellseite …

Der Klappentext skizziert die Entstehungsgeschichte der Dax. Der Wuppertaler Musiker, Komponist, Instrumentenbauer und Designer Hans Reichel sollte 1993 eine CD-Booklet gestalten. Er erinnert sich: »›Gestalten‹ ist das falsche Wort … ich musste eine Unmenge von Text auf 12 Miniaturseiten unterbringen«. Reichel griff zur schmal laufenden Futura Condensed. Ergebnis: Die Leserlichkeit des Büchleins war dürftig, denn die Schrift wurde nicht für klein gesetzte Texte sondern Headlines entworfen.
Tage später macht sich Hans Reichel Gedanken über eine lesbare, platzsparende Schrift. Mit einem feinen Filzstift und Tipp-Ex entstehen die ersten Buchstaben einer Schrift, die später FF Dax Condensed heißen wird. Besondere Merkmale: schmal, wenig Kontrast, fehlende Abstriche … typische Merkmale von Headline-Schriften. Doch wenn ein begabter Schriftkünstler wie Hans Reichel (ein Schüler von Günter Gerhard Lange) sich in den Kopf setzt, Dax zur Textschrift zu machen, dann gelingt das auch. Und es gelang tatsächlich.

Das oben als Ausschnitt abgebildete Schriftmuster wurde mit allen Schnitten der FF Dax OT Sonderausgabe gesetzt. Es zeigt nicht den kompletten Zeichenvorrat, wohl aber einige typische Vertreter aus Ziffernsätzen, Pfeilen, Ligaturen, Osteuropa-Zeichen, mathematische Operatoren, Small-Caps und vieles mehr. Zur Bestellseite …

Hier alle 20-Jahre-FontShop-Sonderangebote bis heute auf einen Blick:

11. FontBook für 99,00 € 79,20 €, zur Produktseite …
12. Axel für 79,00 € 63,20 €, zur Produktseite …
13. de-Groot-Krawatte für 62,00 € [vergriffen]
14. FF Meta OT für 199,00 € 159,20 €, zur Produktseite …
15. »Buchstaben kommen …« (FontShop-Edition) für 35,00 € 28,00 €
16. Typomaß für 19,00 € 15,20 €, zur Produktseite …
17. Zwei limitierte Alpha-Spiele für 71,00 € 56,80 €, zur Produktseite …
18. FF DIN OT für 199,00 € 159,20 €, zur Produktseite …
19. »Made With FontFont« für 45,79 € 36,63 €, zur Produktseite …
10. FontCase, ab 42,00 € 33,60 € (Grundlizenz), zur Produktseite …
11. Las Vegas Fonts für 119,00 € 95,20 €, zur Produktseite …
12. Typo-Mousepad Mac für 9,00 € 7,20 €, zur Produktseite …
13. Roundabout (FontShop-Edition) 19,00 € 15,20 €, zur Produktseite …
14. FF Dax OT für 199,00 € 159,20 €, zur Produktseite …

Webfont-Woche, Fontcast #5: Erik Spiekermann

Erik Spiekermann, wie er leibt und lebt: 100 Wörter/Minute, ohne Punkt und Komma … Er spricht über die Unmöglichkeit, Schrift zu besitzen. Interviewer Stephen Coles: »I pulled him aside one morning during ATypI in Mexico City to talk about the interesting parallels between using web fonts as a service and typesetting the old-​fashioned way.«

FS20 (13): Roundabout 19,00 € 15,20 €

initial2Bis 20. November 2009 feiert FontShop sein 20-jähriges Bestehen, täglich mit einem Lieblingsprodukt, reduziert um 20 Prozent (siehe Fontblog-Ankündigung 20 Jahre FontShop). Heute im Angebot: das Memospiel Roundabout (FontShop-Edition). Das sind 60 runde Pappspielkarten (ø 50 mm, in PVC-Klarsichtdose mit Schraubverschluss) auf denen 30 verschiedenen kreisrunden Alltagsgegenstände dargestellt sind (Fotografie: Jörg Adam), die 30 Paare bilden. Direkt zur Bestellung …

Roundabout

Weil die runden Karten von Roundabout praktisch keine Orientierung haben, lassen sie sich schneller mischen, auslegen und wahrnehmen. Gleichzeitig sind sie jedoch leichter zu verwechseln, weil sie sich die Motive in ihrer Struktur ähneln. Geliefert wird Roundabout in der praktischen transparenten Acrylröhre mit Schraubverschluss.

Hier alle Sonderangebote bis heute auf einen Blick:

11. FontBook für 99,00 € 79,20 €, zur Produktseite …
12. Axel für 79,00 € 63,20 €, zur Produktseite …
13. de-Groot-Krawatte für 62,00 € [vergriffen]
14. FF Meta OT für 199,00 € 159,20 €, zur Produktseite …
15. »Buchstaben kommen …« (FontShop-Edition) für 35,00 € 28,00 €
16. Typomaß für 19,00 € 15,20 €, zur Produktseite …
17. Zwei limitierte Alpha-Spiele für 71,00 € 56,80 €, zur Produktseite …
18. FF DIN OT 199,00 € 159,20 €, zur Produktseite …
19. »Made With FontFont« 45,79 € 36,63 €, zur Produktseite …
10. FontCase, ab 42,00 € 33,60 € (Grundlizenz), zur Produktseite …
11. Las Vegas Fonts, ab 119,00 € 95,20 €, zur Produktseite …
12. Typo-Mousepad Mac 9,00 € 7,20 €, zur Produktseite …
13. Roundabout (FontShop-Edition) 19,00 € 15,20 €, zur Produktseite …

Sechs neue, bemerkenswerte Designbücher

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Weihnachten naht … mein Schreibtisch biegt sich durch, angesichts der bemerkenswerten Neuheiten aus aller Welt. Daher heute mal ein Schnelldurchlauf der frisch erschienenen Designbücher – alle bei FontShop erhältlich, versandkostenfrei natürlich. (Abb. oben: Emigre, Hintergrundfarbe: FontShop)

emigre_coverEmigre Nº 70 – Look Back Issue. Emigre ist seit Ende der 80er Jahre eine der einflussreichsten Schriftschmieden – und seit seiner Gründung 1989 im FontShop-Sortiment! Ebenso wegweisend war das gleichnamige Typografiemagazin. Zwischen 1984 und 2005 erschienen 69 Ausgaben. Dann herrschte (leider) einige Jahre Funkstille. Nun also die atemberaubende Rückkehr mit dem Buch Emigre Nº 70. Es liefert die komplette Geschichte des von Rudy Vanderlans und Zuzana Licko herausgegebenen Magazins. Gleichzeitig dokumentiert es Meilensteine des Grafikdesign und der Typografie der letzten Jahre des 20. Jahrhunderts. Ein Muss für frei denkende Designer! FontShop hat es auf Lager, incl. CD-ROM mit Musik und Videos, hier einkaufen …

extra_coverExtra – Enzyklopädie der experimentellen Druckveredelung. Wer mit Druckveredelungen wie Blindprägung oder Nachleuchtfarbe arbeiten möchten, steht meist vor dem gleichen Problem: Wo gibt es aussagekräftige Beispiele, um Auftraggeber (und sich selbst) von dem Sinn dieser techniken zu überzeugen. Hier schafft »Extra« Abhilfe. Anhand sinnlich erfahrbarer Beispiele werden die wichtigsten Veredelungstechniken in Varianten und experimentellen Kombinationen praktisch und theoretisch vorgestellt. 30 international renommierte Designer (darunter Fons Hickmann, Yang Liu, Mario Lombardo, Pixelgarten, Project Projects, Annik Troxler) haben eigens für dieses Buch Seiten entworfen, anhand derer die gestalterischen und technischen Besonderheiten jeder Veredelungstechnik gezeigt und anschaulich erklärt sowie auf deren Einsatzmöglichkeiten eingegangen wird. Ein Muss für Materialisten! FontShop hat es auf Lager, hier einkaufen …

design_play_coverDesign Play – An Array of Quirky Design. In einer Welt konkurrierender Medien kämpfen Anzeigen, Spots, Plakate und Broschüren permanent um Aufmerksamkeit. Für Designer heißt das, immer wieder frische, zündende Ideen zu entwickeln – sei es durch ausgefallene Formate, Materialien, Druck- und Verarbeitungstechniken, oder aber durch visuellen Humor, Effekte oder 3D-Wirkungen. »Design Play« ist eine Sammlung raffinierter »Trick or Cheat«-Designs, spielerische Anregungen für Anzeigen, Broschüren, Promotion-Material und mehr. Ob kostengünstig oder aufwendig: Die Kunst, mit eigenen Einfällen Kunden und Auftraggeber zu fangen und zum Nachdenken oder Lachen anzuregen, hat etwas von Zauberei … Unter den Hexenmeistern: Alex Ostrowski, Alex Woolley, Atelier Bow-Wow, ATYPYK, Avril Loreti, Axel Peemöller Design, AZE design, Draft Co., Ltd, Henry Hadlow, Kyouei design. Ein Muss für Designzauberer! FontShop hat es auf Lager, hier einkaufen …

chroma_coverChroma – Design, Architektur und Kunst in Farbe. Farbe ist mehr als Dekoration, nämlich ein zentrales Element kreativer Arbeit. Die Monographie »Chroma« setzt auf die sinnliche Erfahrung von Farbe, inspiriert und verführt mit außergewöhnlichen Projekten – von Industrieprodukten bis Farbfeldmalerei. Sämtliche Arbeiten sind großformatig dargestellt und in einer Art Farbverlauf den Kapiteln »monochromatic«, »multichromatic« und »achromatic« zugeordnet. Das Spektrum umfasst alle erdenklichen Töne und Kombinationen, von leuchtenden, bunten über dezente Farbkompositionen, bis hin zu Schwarz-Weiß-Kontrasten. Ein Kapitel analysiert die Arbeit herausragender Künstler, Architekten und Designer wie Gerhard Richter, Konstantin Grcic oder Sauerbruch Hutton, die sich auf wegweisende Art mit Farbe auseinandersetzen. Doch Chroma präsentiert auch Arbeiten jüngerer Designer wie Stefan Diez und Arik Levy. Ein Muss für Farbfreaks! FontShop hat es auf Lager, hier einkaufen …

hommage_coverA Homage to Typography. Oft gefordert, doch nur selten erhältlich: typografische Inspirationen für Einsteiger, zum akzeptablen Preis. »A Homage to Typography« erfüllt diese Forderungen, denn neben den 370 Seiten typografischen Augenschmaus (800 Abbildungen) gibt es eine CD-ROM mit 57 Fonts für eigene Experimente. Das Buch zeigt 140 aktuelle Fonts und ihre Anwendung in der Praxis. Die vorgestellten Schriften und Design-Ideen kommen von Designern aus aller Welt. Gezeigt werden Arbeiten aus den verschiedensten Bereichen – von der Drucksachengestaltung, über Plakate und Visitenkarten bis hin zu Produktgestaltung und Beschilderung. Ein Muss für die kleine Geldbörse! FontShop hat es auf Lager, hier einkaufen …

unfolded_coverUnfolded – Papier in Design, Kunst, Architektur und Industrie. Das Buch präsentiert Papier von einer neuen Seite: als High-Tech-Material und Werkstoff für eine neue Generation von Designern, Künstlern, Architekten und Ingenieuren. »Unfolded« zeigt, welche ungeahnten Möglichkeiten Papier heute für Leichtbau, Produkt-Design, Mode und Kunst bietet. Von der Taschenkollektion »Papier« eines Stefan Diez, über Konstantin Grcics Papiermodelle bis hin zu den duftigen Papierkleidern aus der Feder von Issey Miyake, präsentiert es Papier als wertvollen, ökologischen und zeitgemäßen Werkstoff. Mit der enorm großen Auswahl an Projekten, der aufwendigen drucktechnischen Ausstattung und den zahlreichen Abbildungen liefert es Gestaltern wertvolle Inspirationen für ihre Arbeit. Ein umfassendes Verzeichnis technischer Papiere und innovativer Papiertechnologien rundet das Handbuch ab. Gestaltet wurde Unfolded von Pixelgarten, die ihr Werk in einem wunderbaren Video feiern (siehe unten). Ein Muss für Papierfreunde! FontShop hat es auf Lager, hier einkaufen …

Webfont-Woche, Fontcast #4: Christian Schwartz

Am vierten Tag unserer Webfont-Woche kommt ein junger Schriftentwerfer zu Wort, der die Font-Industrie gut kennt, weil er mit vielen Foundries kooperiert: Christian Schwartz, Entwerfer von Amplitude und Farnham (beide Font Bureau), Los Feliz (Emigre), Neutraface, Luxury und Simian (alle House Industries) sowie FF Bau, FF Meta Serif, FF Unit und FF Unit Slab (Mitentwerfer der letzten drei). Schwartz stand den verschiedenen Webfont-Ideen der letzten Jahre sehr kritisch gegenüber, doch mit WOFF konnte er sich sofort anfreunden. Im Interview erklärt er warum und wieso die Qualität des Screen-Renderings für ihn an erster Stelle stehe. Doch die größte Herausforderung für seine Berufsgruppe haben seiner Ansicht nach viele Foundries noch gar nicht erkannt: Bildschirmschriften müssen anders gezeichnet sein als Schriften für den Druck auf Papier.

Die typografischen Milieus 2010

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Dies ist Teil 1 eines Beitrags, der sich der Umstrukturierung des Font-Marktes widmet. Er vertieft eine Prognose, die ich vor fast 2 Jahren an dieser Stelle aufstellte und mit den Worten Das Ende der PostScript-Type-1-Schriften überschrieb. Tatsächlich geht es um das Ende von Font-Produkten, die das Etikett PostScript Type 1 oder TrueType tragen und als solche seit fast 20 Jahren bei Designern im Einsatz sind.

Für die Umgestaltung des Font-Marktes sind zwei Faktoren verantwortlich. Da ist zum einen die sich radikal verändernde Medienlandschaft, die in weiten Teilen Abschied vom bedruckten Papier nimmt und auf die elektronische Darstellung und Verbreitung des geschriebenen Wortes setzt. Diese Umwälzung hat die Verlage längst erreicht und betrifft sowohl Zeitungen, Zeitschriften und Bücher, als auch die Tonträger-Industrie und die Filmwirtschaft (Packaging, Booklets, …). Ihnen allen folgen die Werbeindustrie und angekoppelte kommunikative Dienstleister, die sich immer weniger gedruckt mitteilt, aber umso mehr über elektronische Kanäle und Netze.

Auch die Font-Industrie selbst leistet ihren Beitrag zur Neugestaltung der typografischen Milieus. In diesem Jahr haben sich die Foundries auf einen Strategie geeinigt, die der typografischen Dürre im Internet ein Ende bereiten soll. Webfonts heißt das Zauberwort. Sie stehen auf zwei Säulen: einer neuen Technik und zeitgemäßen Lizenzbedingungen.

Auf Seiten der Technik bahnen sich zwei Formate an, eines von Microsoft und eines aus Kreisen der Schriftentwerfer. Die Microsoft-Lösung nennt sich EOT (Embedded OpenType Format) und ist schon über 10 Jahre alt. Doch erst 2007 gab der Software-Gigant das (vormals) proprietäre Format frei und bot es dem World Wide Web Konsortium (W3C) zur Realisierung einer typografischen Formatierung mit der @font-face-Regel an. Dieses lehnte ab, unter anderem weil EOT nach digitalem Rechtemanagement roch, eine patentierte Komprimierung enthielt und der Verdacht nahe lag, Microsoft wolle die Vormacht seines Internet Explorers sichern.

Im Sommer 2009 stellten die Schriftentwerfer und Programmierer Tal Leming und Erik van Blokland eine Alternative zu EOT vor. Ihr Konzept ist weder proprietär, noch technisch kompliziert und weit entfernt von einer Gängelung durch Rechtemanagement. Das Web Open Font Format (WOFF) ist – vereinfacht ausgedrückt – eine neue Verpackung für Font-Dateien, komprimiert und für die Benutzung in Webseiten optimiert.

Das Konzept von Leming/van Blokland wurde sofort von vielen Schriftenhäusern unterstützt. Inzwischen hat es auch den Segen von Mozilla, Firefox 3.6 Beta unterstützt das WOFF bereits. Auch für den zweiten wichtigen Browser, den Internet Explorer, liegt inzwischen eine Lösung vor. Das Microsoft nahe stehende Schriftenhaus Ascender hat sich noch mal dem EOT-Format angenommen und dieses vom Rechtemanagement und patentierten Kompressionsmethoden befreit. Als EOT Lite findet es nun auch die Zustimmung der Type-Industrie. WOFF und EOT gemeinsam decken über 90 % der installierten Browser ab.

Zieht man die Medienumwälzung und die jüngsten Fonttechniken in Betracht, zeichnen sich drei professionelle Milieus ab, in denen Schriften zukünftig eingesetzt werden … und für jedes dieser Milieus werden demnächst maßgeschneiderte Fonts angeboten, die technisch und lizenzrechtlich angepasst sein werden:

• Prepress
• Office
• Internet

Icon Typo-Milieu 1Prepress: Es ist das älteste (Johannes Gutenberg) und typografisch fruchtbarste Milieu. Dem Jahrhunderte alten Bleisatz folgte der Fotosatz, danach der digitale Satz und schließlich das Desktop Publishing. Der aktuelle Font-Standard ist OpenType, der mit seinen typografischen Features und dank Unicode die digitale schriftliche Kommunikation von mikrotypografischen und sprachlichen Zwängen befreite. Die aktivsten Berufsgruppen im Prepress-Milieu: Designbüros, technische Redakteure, Verlage, Druckereien, Marketing, Selbständige …

milieu_1Office: Ein bisschen Office steckt in jedem von uns, und wenn es nur das monatliche Schreiben einer Rechnung ist. Tatsächlich sind jene Menschen gemeint, die hauptberuflich Büro-Schreibarbeit erledigen. Sie arbeiten mit den Microsoft-Office-Programmen und sind typografisch grundversorgt mit den Fonts ihres Betriebssystems. Dies ist auch der Grund dafür, dass 90 % aller Briefe, Präsentationen und Kundenaussendungen aus Arial & Co gesetzt sind – oder Comic Sans. Corporate Designer ignorieren das Feld, oder sie machen Vorgaben, an denen das Sekretariat scheitert und schließlich doch wieder auf Arial zurückfällt. FontShops Corporate Font Abteilung macht Schriften Office-tauglich, aber nicht jedes Unternehmen kann oder will sich diesen Dienst leisten. Die Lösung in naher Zukunft: maßgeschneiderte Office-Fonts, die am Bildschirm und auf Papier funktionieren. Bekannter Vertreter dieser Sparte: z. B. Axel für Tabellen. Die potentiellen Nutzer für Office-Fonts: Corporate Designer, Unternehmen, technische Redakteure, Selbständige, OEM-Produzenten (z. B. eBooks) …

milieu_1Internet: Eigentlich kein neues Milieu für typografische Feinarbeit, lag aber jahrelang im Dornröschenschlaf. Mobile Geräte wie Handys, iPhone und eBooks haben dem Internet Beine gemacht. Auf einmal merkten auch die Browserhersteller, dass das Kommunikationsmittel der Zukunft die Schrift nicht mit Füßen treten darf. Typografische Notlösungen, realisiert über PDF- oder Flash-Technik, werden bald von Webfonts abgelöst. Anfang 2010 werden sie in großer Auswahl zur Verfügung stehen. Die aktivsten Berufsgruppen im Bildschim-Milieu: Webdesigner, Spiele-Entwickler, Mobile-App-Entwickler, …

Morgen: Warum PostScript-Type-1 und TrueType-Fontprodukte sterben und was ihnen folgt.

FS20: Alle 12 Angebote im Überblick

initial2Bis 20. November 2009 feiert FontShop sein 20-jähriges Bestehen, täglich mit einem Lieblingsprodukt, reduziert um 20 Prozent. Inzwischen sind 12 Produkte erschienen, eines ist leider schon ausverkauft. Hier alle Sonderangebote auf einen Blick:

11. FontBook für 99,00 € 79,20 €, zur Produktseite …
12. Axel für 79,00 € 63,20 €, zur Produktseite …
13. de-Groot-Krawatte für 62,00 € [vergriffen]
14. FF Meta OT für 199,00 € 159,20 €, zur Produktseite …
15. »Buchstaben kommen …« (FontShop-Edition) für 35,00 € 28,00 €
16. Typomaß für 19,00 € 15,20 €, zur Produktseite …
17. Zwei limitierte Alpha-Spiele für 71,00 € 56,80 €, zur Produktseite …
18. FF DIN OT 199,00 € 159,20 €, zur Produktseite …
19. »Made With FontFont« 45,79 € 36,63 €, zur Produktseite …
10. FontCase, ab 42,00 € 33,60 € (Grundlizenz), zur Produktseite …
11. Las Vegas Fonts, ab 119,00 € 95,20 €, zur Produktseite …
12. Typo-Mousepad Mac 9,00 € 7,20 €, zur Produktseite …