Heute erscheint Band 12 der von FontShop ins Leben gerufenen 100 Beste Schriften Edition: FF DIN OT, die zweite FontFont-Familie unserer Edition (Bestellseite für Neuabonnenten und Einzelkäufer). Auf der CD befinden sich die 5 gebräuchlichsten DIN-Schnitte im OpenType-Format.
Der Klappentext skizziert die Entstehungsgeschichte der FF DIN: »Jahrzehntelang galt die deutsche Industrieschrift als vaterlose Schöpfung, das Produkt einer Behörde. Recherchen von Albert-Jan Pool, dem Schöpfer der FF DIN, ergaben: Der Siemens-Ingenieur Ludwig Goller (1884 – 1964) war ab 1925 als Vorsitzender des DIN-Komitees für Zeichnungen verantwortlich für die Entwicklung der Schrift DIN 1451. Mit seiner Publikation ›Normschriften‹ wurde sie 1936 für die Beschilderung der deutschen Straßen und Hausnummern vorgeschrieben.
Beim Entwurf der FF DIN durch Albert-Jan Pool 1995 wurden typografische Lesbarkeiteregeln berücksichtigt. Horizontale Striche sind dünner als vertikale, die Übergänge von Kreisen auf Geraden harmonisiert. Evert Bloemsma brachte den Erfolg der FF DIN, die zu den fünf bestverkauften FontFonts gehört, auf folgende Formel: 80 % Hi-tech, 10 % Unvollkommenheit (= Charme) und 10 % Statik.«
Das Paket für die 100 Beste Edition enthält, wie oben bereits erwähnt, 5 FF-DIN-Grundschnitte für den Text- und Headlinesatz: Regular, Regular Italic, Medium, Medium Italic und Bold … doch die haben es in sich. Wie viele OpenType-Schriften der FontFont-Bibliothek bieten sie einen großen Zeichenvorrat (hier zum Beispiel Mediävalziffern, Pfeile und alternativ gestaltete Zeichen in allen 5 OT-Fonts) und warten mit sog. OpenType-Features auf. Das sind typografische Funktionen, die man in Programmen wie Adobe InDesign komfortabel »schalten« kann.
Siehe auch: www.100besteschriften.de und Band 12 FF DIN OT