Artikel im März 2008


50 Jahre ☮

Am Karfreitag 1958 machte sich eine Gruppe britischer Rüstungsgegner auf den 50 Kilometer langen Weg von London zum Atomwaffenlabor Aldermaston. Dabei trugen sie ein eigens für diesen Anlass entworfenes Zeichen auf Schildern vor sich her: das inzwischen weltbekannte Friedenssymbol ☮.

Das umgedrehte V in einem Kreis, der durch eine vertikale Mittellinie geteilt wird, entwarf der Friedensaktivist Gerald Holtom, im Zivilberuf Textildesigner. Zunächst wollte er ein Kreuz für Plakate und Spruchbänder verwenden. Erst im letzten Moment entschied er sich für ein Symbol ohne religiösen Hintergrund. Wie Holtom sich erinnerte, brachte er das Signet am 21. Februar 1958 zu Papier, wobei es eine ganz banale Bedeutung hatte: Die Striche stellen die beiden Buchstaben N und D im Marine-Winkeralphabet dar – N = zwei Arme unten, D = ein Arm unten, einer oben –, der Kreis rundherum steht für die Weltkugel. »ND« bedeutet »Nuclear Disarmament«, mit der Weltkugel gemeinsam also die Forderung nach weltweiter nuklearer Abrüstung.

Das Logo ging vom Ostermarsch 1958 aus um die ganze Welt, unter anderem verbreitet durch Mitarbeiter Martin Luther Kings bei den US-Bürgerrechtsbewegungen. Später wurde es als Symbol des Widerstandes gegen den Vietnamkrieg und der 68er-Bewegung benutzt. Gerald Holtom sah den Siegeszug seines Zeichens mit Genugtuung und Stolz. Um es möglichst weit zu verbreiten, hatte er bewusst darauf verzichtet, es gesetzlich schützen zu lassen. Auch deshalb wird es bis heute wie kaum ein anderes für kommerzielle Zwecke verwendet.

Das Peace-Symbol ☮ hat im Unicode-Zeichenraum die Position U+262E.

Alphabetisches Pop-up-Buch

Entworfen von Marion Bataille. Es heißt »ABC-3D«. Könnte man es besser präsentieren, als in einem YouTube-Filmchen? (Via raketenblog

Diese Woche neu: fonts 10

Diese Woche erscheint Ausgabe 10 des FontShop-Kundenmagazins »fonts«. Auf 28 Seiten stellen wir in einer – hoffentlich anregenden – Mischung Neuheiten und Klassiker unseres Schriftangebots vor.

Im Editorial erläutert der langjähriger Leiter Einkauf Christian Köhler, warum die Zahl 10 für ihn eine Glückszahl ist: »Im Fußball ist die 10 der Spielmacher, ohne die 10 gäbe es kein Dezimalsystem und Moses Gesetzestafeln wären unvollständig.« Mit diesem Bewusstsein ist er durch das FontShop-Lager geschritten, um mit beiden Händen die 10 besten Produkte für Schriftfreunde zusammenzustellen. Ihr findet sie auf den Seiten 4 bis 7 des aktuellen fonts-Heftes. Lest auch, warum Köhler die Preise von Font-Bureau-Schriften um 25 % gesenkt hat.

Das neue fonts 10 könnt ihr sofort auf eurem Computer-Bildschirm oder dem iPhone lesen, denn es liegt wieder als PDF zum Download bereit … 4,1 MB groß, kostenlos und ready-to-zoom.

Doppelseite »10 Produkte, die glücklich machen«: Wir stellen nicht nur die selbst entwickelten Werkzeuge Typomaß und FontBook vor, sondern auch das neue Interstate-Komplettpaket, die vielsprachige Nimbus Sans, die neue Sagmeister-Booklet-Box und den nützlichsten Pantone-Fächer-Satz.

Unser Schriftentwerfer-Portrait: David Berlow. Vor 30 Jahren stieg er bei Mergenthaler-Linotype ins Font-Business ein. Vier Jahre später schloss er sich der neu gegründeten Bitstream an, 1989 gründete er mit Roger Black The Font Bureau, Inc. Hier veröffentlichte Berlow in den letzten Jahren über 300 Neuentwürfe und Revivals. Berlow ist Sprecher auf der TYPO 2008.

Doppelseite »Asiatische Schriften«: FontShops hat sein Angebot asiatischer Schriften in den letzten Monaten stark ausgebaut. Neben den attraktiven Neuentwürfen von Morisawa gibt es preiswerte Sampler von DynaFont mit beliebten Klassikern.

Druckfehler sterben aus.

Eigentlich eine gute Nachricht, doch sie hat einen traurigen Hintergrund für die Fans von Drucksachen. Schon jetzt erreicht FontShop mit dem PDF seines fonts-Magazins mehr Kunden als mit der gedruckten Ausgabe, die nur an eine eingeschränkte Adressbasis versendet wird. Der Vorteil des PDFs: keine Versandkosten, kein Papierverbrauch und die Möglichkeit von Last-Minute-Korrekturen.

Freundliche fonts-10-Leser haben uns schon am Tag des Erscheinens der physischen Ausgabe auf die beiden Satzfehler auf Seite 19 (keine Bold-Italic-Darstellung) und Seite 24 hingewiesen (Strada statt Rotis); die »Wurst« ohne langes s im Blaktur-Schriftmuster ist übrigens Absicht, denn sonst hätten wir  den abstrusen »Dirkschneider-Umlaut-Randomizer« nicht demonstrieren können.

Die jetzt freigegebene PDF-Version von fonts 10 enthält diese zitierten Fehler nicht. Steigt damit der Wert der Drucksache noch mal um einige Prozentpunkte, wie man das das von fehlerhaften Briefmarken und Münzprägungen kennt? Ganz bestimmt. Es lebe der Druckfehler!

Buch-Cover-Crowdsourcing ist entschieden

coversourcing

Am 15. Dezember letzten Jahres kündigte ich an dieser Stelle das Erste Crowdsourcing für ein Buch-Cover an. Der britische Verlag Random-House rief dazu auf, die UK-Ausgabe seines Buches »Crowdsourcing« – passend zum Thema des Werkes – per Crowdsourcing zu ermitteln. Bis letzte Woche wurden 300 Vorschläge eingereicht, 20.000 Besucher stimmten auf der begleitenden Website coversourcing.co.uk ab. Jetzt steht der Gewinner fest, Hans van Brooklyn.

Tatsächlich ist er, wie bereits in den prominenten Beispielen Spreeblick und Spreadshirt, kein überzeugender Gewinner. Der Verlag entschied sich nicht für das Cover mit den meisten Stimmen (»Stecknadeln«), sondern für das im Mittelfeld platzierte Motiv »Ameisen«. Angeblich habe der Entwerfer des bestplatzierten Motivs einen israelischen Kibbuz zum Abstimmen angestiftet. Mehr dazu und die kritischen Stimmen der Jury auf dem Blog des Mitveranstalters Creative Review: Coversourcing: the winner.

Siehe auch: Die Utopie Design-Crowdsourcing ist tot.

Wieviel Plagiat steckt in »Be Berlin«?

Je größer die Bühne einer Berliner Veranstaltung, und je mehr sich die Politik einmischt (Banken, Love Parade, Tempodrom, Spreedreieck) umso größer das Skandalpotenzial. Die Be-Berlin-Kampagne ist davon nicht ausgenommen.

Im Oktober 2007 haben Andrea Horn (26) und Marc Arroyo (25) an der Ausschreibung der Stadt Berlin teilgenommen. Ihr Slogan »just be.rlin« soll die Vielfältigkeit, Internationalität, Weltoffenheit und Besonderheit Berlins kommunizieren. Sie glauben nun, das die finale Kampagne ihre Grundidee – honorarfrei – verwendet und erläutern dies in einem eigenen Weblog: justberlin.

Neues aus der Hausindustrie

Der spannendere Teil unseres Lagers in der Kreuzberger Bergmannstraße: die Etage »House Industries«

Es ist kein Geheimnis, dass House Industries FontShop mag. Unsere jährliche TYPO-Konferenz, das Font-Ranking Die 100 besten Schriften aller Zeiten oder so eine Idee wie die FontStars sorgen im amerikanischen Delaware für Respekt. Nur so ist es zu erklären, dass FontShop-Kunden seit diesem Monat in den Genuss eines Services kommen, den House keinem anderen Fonthändler gestattet: Ihre Schriften per Download anzubieten.

Dazu ein Auszug aus unserer Pressemitteilung: »Bisher konnten die Schriften von House Industries bei FontShop ausschließlich auf CD per DHL oder UPS bezogen werden. Seit März 2008 bietet FontShop seinen Kunden den direkten Download der House Industries Schriften an – als erster und einziger Font-Händler weltweit. Dies hat nicht nur den Vorteil einer Preissenkungen für alle Familien, erstmals können nun auch Einzelschnitte erworben werden. … Freunde der aufwendig gestalteten House-Industries-CD-Verpackungen kann FontShop selbstverständlich weiterhin mit physischen Paketen beliefern.«

Zur Feier dieses Ereignisses bieten wir einen House-Appetitanreger zum Sonderpreis an, das exklusive Fontpaket House Movements – 5 nützliche Headline-Hits, entworfen von Ken Barber, zum Sonderpreis von nur 59,– € (im Download; Versand: 69,– €).

Helvetica-Film in Wiesbaden

Schon mal vormerken: In 4 Wochen findet die Wiesbadener Erstaufführung des Helvetica-Films statt (veranstaltete vom Büro Q). Am 17. April trifft man sich um 20:00 Uhr im Walhalla-Theater. Vor dem Film findet ein Podiumsgespräch statt mit Dr. Walter Greisner (dem ehemaligen Geschäftsführer der Schriftgießerei D. Stempel AG und Helvetica-Zeitzeugen), dem Schriftkünstler Professor Werner Schneider und Bertram Schmidt-Friderichs (TDC, Verlag Hermann Schmidt Mainz). Weitere Infos und Anmeldung …

Merkwürdige »Ich habe Aids«-Kampagne

Ich traue dieser Kampagne des Regenbogen e. V. nicht: vergissaidsnicht.de. Fünf Prominente – Katja Saalfrank, Markus Kavka, Nova Meierhenrich, Herbert Knaup und Pascal Hens behaupten in viral verbreiteten Video-Clips: »Ich habe Aids«. Bisher wusste niemand, dass einer der 5 »Bekenner« HIV-positiv ist. Wieso werden sie »Bekenner« genannt, und nicht Infizierte? Warum taucht in ihrer Kampagnenbiografie kein Eintrag der Art »seit 2006 HIV-positiv« auf. Warum fehlt überall – auch in der Presseinformation – ein Hinweis, dass sich fünf infizierte Promis erstmals zu ihrer Aids-Erkrankung bekennen?

Liest man zwischen den Zeilen der Konzepts, liegt der Verdacht nahe, dass die Prominenten vielleicht gar kein Aids haben: »Aids berührt uns erst, wenn es jemanden trifft, den wir kennen. Und wen kennen wir alle? Prominente. Wir haben mit dieser Kampagne (hoffentlich) einen Weg gefunden, wie wir die Menschen mit Hilfe von Prominenz wachrütteln. Aids verdient Aufmerksamkeit, keine Vergessenheit.« Hoffentlich geht der Schuss nicht nach hinten los.

Noch ein Tipp an die Kampagnenmacher: Wer gegen eine Infektionskrankheit kämpft, die von einem tückischen Virus übertragen wird, sollte sich diese Übertragungsmethode nicht zum Vorbild für die Verbreitung eigener Botschaften machen. Auch der Fontblog wurde beinahe mit einem Spam-Kommentar (von Thomas) infiziert, den mein Spam-Schutzfilter jedoch sicher abfing.

Heute ist Pi-Tag

Mathematiker auf der ganzen Welt gedenken heute der Kreiszahl π (pi). Sie beschreibt in der Geometrie das Verhältnis des Umfangs eines Kreises zu seinem Durchmesser und beträgt 3,1415926 … . Der 14. März wurde als Pi-Tag gewählt, weil sich das Datum nach der amerikanischen Datumsnotation 3/14 schreibt. Besonders genaue Pi-Fanatiker feiern um 1 Uhr 59 und 26 Sekunden und erreichen damit die siebte Nachkommastelle der Kreiszahl.

Das hier abgebildete pi-Zeichen ist der Schrift FF Unit Rounded Medium entnommen.

Wie schreibt man eigentlich dieses n?

Im HTML-Text, also auf Webseiten und in E-Mails, erzeugt man hochgestellte Zeichen durch diesen Code: <sup>n</sup>: Ruhrn. In anderen Textverarbeitungen und Layout-Programmen gibt es häufig den Stil-Befehl »Hochstellen«. Typografisch korrekt sind die Ergebnisse beider Operationen nicht, denn der hochgestellte Buchstabe wird mechanisch erzeugt: Er ist eine verkleinerte Form des Normalbuchstabens, damit dünner, er verhungert in der Luft. Echte Hochzahlen werden vom Schriftentwerfer verkleinert und etwas kräftiger angelegt. Standardzeichensätze enthalten die häufig verwendeten Exponenten ²³, eigens gezeichnet, die mit einer HTML-Operation so 2 und 3 aussehen (der Unterschied kommt hier vielleicht nicht so rüber). Die Leute bei Gray haben diese Umstände beim Entwerfen des Ruhrn-Logos weitgehend beachtet … ich hätte das n etwas tiefer gesetzt.

Ruhrn: Wir müssen mal drüber reden

Berlin, Ruhrgebiet … wie sich die Bilder gleichen. Oder doch nicht. In beiden Fällen sickerten Details der Standort-Kampagne durch und es hagelte Kritik. Und so fragt sich die WAZ zu recht: »Kann eine Marketing-Kampagne noch erfolgreich sein, wenn sie schon im Vorfeld der offiziellen Präsentation nur Hohn und Spott erntete? Antwort: Ja, Sie kann – wenn sie gut ist.«

Tatsächlich unterscheiden sich die Kampagnen von der Spree und von der Ruhr diametral: die eine ist verstaubt, die andere visionär. Die eine enttäuscht, die andere überrascht. Ob sie funktionieren, wird die Zeit zeigen. »Ruhrn« stammt aus der Feder von Gray Worldwide, die ziemlich genau weiß, was sie will: »Es sollte keine emotionale Kampagne sein, sondern eine internationale, die weltweit Aufmerksamkeit auf die Region lenkt. Deshalb ist sie englisch-sprachig angelegt.« betont Frank Dopheide, Chef des Düsseldorfer Ablegers der Werbeagentur Grey.

Das Logo, bestehend aus einer Farbraster-Wolke und der Wortmarke Ruhrn, ist auch als Animation ausgearbeitet und symbolisiert die gebündelten Kräfte der Region. Das hochgestellte n drückt »die Potenz der Region aus, die Kraft der Vielfalt«.

Der Slogan stehe, laut Dopheide, für die Wurzeln des Ruhrgebiets, das von Bergbau und Stahl geprägt war sowie der Kooperation der vielen Städte, der Universitäten, der Unternehmen. Das Ruhrgebiet weise sich künftig als »Hauptstadt des Teamworks« aus, weil hier hunderte Kommunen, Universitäten und Unternehmen zusammenarbeiten.

Erste Reaktionen:

Pottblog: Ruhr hoch N – Team-Work-Capital (aktualisiert)
Coffee And TV: Scheiße zum Quadrat
Ruhrstruktur: neuer Ruhr-Slogan
Der Westen: Ruhr hoch n – Potenz in Unendlichkeit

Thomas Knüwer fragt sich, wo er das Logo schon mal gesehen hat. Wer kann ihm helfen?

Be Fontblog

Die Vorstellung der Be-Berlin-Kampagne und die Kommentare, die hier im Fontblog dazu hinterlassen wurden, haben mich zwei Tage ernsthaft beschäftigt. Heute morgen stellt ich mir die Frage: Gibt es auf dieser Site noch Hoffnung auf einen fruchtbaren offenen Diskurs über Design?

Gerne erinnere ich mich an die Diskussion über das neue Corporate Design des Haus der Kulturen zurück (Haus der Kulturen der Welt wird »das Haus«, ff.), oder an die Kommentare zum London-2012-Logo (London 2012 will doch nur spielen, ff.). Da wurde sich gefetzt, da wurde aber auch konstruktiv diskutiert. Bei der Be-Berlin-Kampagne wurde nur gezetert.

Erst dachte ich, es liegt an mir. Beim Haus-der-Kulturen-Corporate-Design habe ich Position bezogen. Das London-2012-Logo habe ich mit Zähnen und Klauen verteidigt, obwohl es weltweit verrissen wurde. Die Be-Berlin-Kampagne habe ich ohne Meinung vorgestellt, bzw. ich habe die Veranstalter sprechen lassen, den Regierenden Bürgermeister (»Vor Gott sind eigentlich alle Menschen Berliner.«) und die Pressemitteilung des Senats (Sei Stadt, sei Wandel, sei Berlin … [Update]).

Dann dachte ich, es liegt an der geänderten Leserschaft im Fontblog. Ganz klar: Mehr Leser (inzwischen über 9000 durchschnittlich an Werktagen) bringen mehr Meinung, mehr Trolle, mehr Konflikte. Die Profis haben sowieso keine Zeit zu kommentieren. Viele Experten beobachten lieber als sich einzumischen. Ich begegne gelegentlich Freunden und Branchengrößen, die mir mitteilen, dass sei das Fontblog seit 3 Jahren täglich lesen … einen Kommentar haben sie noch nie hinterlassen.

Heute morgen bei der Fahrt zur Arbeit dachte ich schon: Hat Fontblog vielleicht eine kritische Größe überschritten, die es zunächst unbeweglich macht und in naher Zukunft witzlos werden lässt? Dann fuhr ich an einer Litfaßsäule vorbei, auf der ein Motiv der Be-Berlin-Kampagne zu sehen war: Der Koch des Jahres Tim Raue sagt ›sei unikat, sei delikat, sei berlin‹. Und da fielen mir Zitate der Fontblog-Leser ein: »schlechtes Foto« (christoph), »zieht die wurst nicht vom teller« (lvgwinner ), »Be Berlin läuft Gefahr, das neue WM-Logo zu werden« (Rakentim), »langweilig, mutlos, austauschbar« (Herr Kleber), … Und ich erinnerte mich an Worte der Kollegen: »Warum nur wirkt der Koch in der Küche wie aus einem anderen Bild ausgeschnitten und künstlich draufgeklebt?« (Design-Tagebuch).

Und da war mir auf einmal klar: Es liegt an der Kampagne. »Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus.« sagt der Volksmund. Ein anders Sprichwort ließe sich wie so adaptieren: Wer Mist sät, wird Mist ernten. Damals, beim »Haus der Kulturen« und dem »London-Logo«, hatten wir es mit strittigen, aber professionellen und hochwertigen Konzepten zu tun. Die Be-Berlin-Kampagne ist Durchschnitt. Nicht mehr und nicht weniger. Es könnte auch die Städtekampagne von Krefeld, Wiesbaden oder Ingolstadt sein – ohne diesen Städten zu nahe treten zu wollen. Ganz im Gegenteil: Denen würden so etwas nie passieren, eine Armee von Kreativen die Zeit stehlen, um mit einem Etat von 10 Millionen Euro Durchschnitt aufs Gleis zu setzen.

Also: Das Fontblog bleibt, wie es ist. Mehr Leser ist prima. Heftige Kritik in den Kommentaren auch. Wir sind kein elitärer Club. Und jetzt wünsche ich mir zur Abwechslung mal eine gelungene Kampagne.