Weimar: Typogravieh lebt 8/∞ — end of line

Auch in diesem Jahr hat sich wieder eine engagierte Schriftfamilie von Studierenden der Bauhaus-Universität Weimar zusammengefunden, um mit breitem Workshop-Angebot und fetten Vorträgen die Sitzreihen richtig durchzuschießen. Das kleine, kernige TypograVieh bricht am 1. und 2. Juni 2012 in neue Gevierte auf!

Unter dem Motto »8/∞ – End of line« wird in diesem Jahr das Orakel von Typhi befragt. Gemeinsam mit Irma Boom (NL), Petr van Blokland (NL), Dafi Kühne (CH), Verena Gerlach (D), Jakob Runge (D) und dem Studio Bendita Gloria (ES) wollen wir die Zukunft unserer Profession gegen die Vergangenheit aufstellen. Eine Reise zwischen den Zeilen bis über den Rand des Satzspiegels hinaus.

Selbst wenn die Route ungewiss ist, bleibt doch immerhin der Setzkasten der alte: Das Internationale Sommer-Typosium findet in der gewohnt gemütlichen Atmosphäre im E-Werk (Lichthaus-Kino) in Weimar statt. Auch dieses Jahr braucht niemand den Gürtel enger zu schnallen, denn das Typosium bleibt für jeden Gast kostenfrei! Damit die Veranstalter aber nicht ganz align dastehen, würden sie sich über jeden Besuch sehr freuen.
1. Juni: Workshops
2. Juni: Vorträge, Beginn 10 Uhr, abends Endless Party

Weitere Informationen befinden sich noch auf der Zielgeraden und sich im Laufe der Woche auf www.typogravieh-lebt.de anzutreffen


★ der Woche: Buch + Font-CD 39,00 € 9,90 €

Bei diesem Preis kann man nichts falsch machen … »A Homage to Typography« des spanischen Autors Pedro Guitton zeigt 140 zeitgenössische Schriften und Beispiele ihrer Verwendung in rund 800 anregenden Abbildungen. Die Schriften und die Illustrationen kommen von Top-Designern aus Europa, darunter Autobahn, Designklinik, Gustavo Machada, H2D2, Johhny Bekaert, Magma/Volcano, ProDesign, Rodolfo Hans, Tito Senna und vielen anderen. Gezeigt werden die Schriften in den unterschiedlichsten Anwendungen, von der Drucksachengestaltung und Corporate Design, über Mode- und Packaging-Design bis hin zu Produktgestaltung und Beschilderung. Als Sahnehäubchen befindet sich einige der vorgestellten Fonts auf einer mitgelieferten CD im TrueType- und OpenType-Format.

Als Stern der Woche gibt es »A Homage to Typography« inkl. Free-Font-CD bis zum kommenden Montag bei FontShop für nur  9,90 € statt 39,00 € (inkl. MwSt, versandkostenfrei). Zur Bestellung auf ww.fontshop.de …


Petition: RV-Pflicht für Selbstständige

Viele Designer arbeiten als Selbstständige. Ein Fontblog-Leser aus Bremen macht mich eben darauf aufmerksam, dass der von der Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen geplante Rentenversicherungszwang für Selbstständige in der aktuellen Fassung für viele Kreative nicht akzeptabel sei. Darum wies er mich auf eine Online-Petition hin, die sich vielleicht noch nicht so breit herumgesprochen hat wie vergleichbare Widersprüche gegen Vorratsdatenspeicherung oder Fluglärm. Hier geht es zur Petition von Tim Wessels, die bis zum 22. Mai 2012 läuft und im Moment von 12.900 Unterzeichner hat.


bukowskigutentag 15/12: total verrückt!

ürzlich war ich einmal wieder vor Ort bei der Agentur, für die ich ab und an als Performance-Darsteller arbeite. Gerade saßen wir zur Besprechung zusammen, als plötzlich eine Mitarbeiterin in die Runde platzte.

»Hallo Leute, ich suche meine Kollegin, die Anne-Katrine? Hat die jemand gesehen?«

»Im Kühlschrank«, antwortete der Agentur-Chef beiläufig.

»Ah, danke!«, sagte die Mitarbeiterin und war schon fast wieder auf dem Flur, als sie sich noch einmal zu uns in den Besprechungsraum umdrehte. »Moment mal, meine Kollegin, die Anne-Katrine … im Kühlschrank!?«

»Was?«, antwortete der Agentur-Chef, »Ach so, die Anne-Katrine. Da habe ich mich wohl verhört. Ich dachte, Du meinst Margarine. Was für ein lustiger Verhörer!«

»Hahaha«, meinte ich, »habt Ihr das gehört, Leute? Der Chef hat sich verhört und meinte, Anne-Katrine sei im Kühlschrank. Dabei hatte er Margarine verstanden! Was für eine verrückte Geschichte!«

»Ich lach mich scheckig!«, meinte ein anderer aus der Runde. »So was Ausgeflipptes aber auch!«

»Wir sind schon ein echt durchgeknallter Haufen, nicht wahr, Leute!«, sagte der Chef.

»Aber echt«, meinte die Mitarbeiterin, die auf der Suche nach ihrer Kollegin war. »So herrlich ausgeflippt, spontan und verrückt wie wir muss man erst mal sein!«

»Und kreativ nicht zu vergessen,« wandte ich ein.

»Das sowieso«, bestätigte mich die Kollegin.

»Außerdem muss man sich auf so hohem Niveau auch erst mal verhören können«, fügte ich begeistert hinzu.

»Aber echt«, sagte der Chef. »Wir haben zwar wirklich wichtige Sachen zu besprechen, aber lasst uns das jetzt erst mal genießen. Mit der Besprechung machen wir später weiter. Also, weil’s so schön war, fasse ich noch mal die Ereignisse von eben zusammen. Wisst Ihr noch, wie eben die Kollegin vorbeikam und …«. … Was hatten wir Spaß!

An diese lustige Geschichte musste ich neulich wieder denken, als ich etwas las, das mir gar nicht gefiel. Da schrieb einer, ich zitiere: »Die banalsten Leute erkennt man am einfachsten daran, dass sie sich selbst als verrückt, durchgeknallt und flippig bezeichnen.« Das kann ich ja gar nicht leiden, wenn sich so ein verklemmter Zyniker als Spielverderber aufführt.

Viel lieber sind mir kreative Menschen. Zum Beispiel die Steuerberaterin, die mir kürzlich bei Twitter folgte und in deren Profil zu lesen war: »Kreative Steuerberaterin«. Wenn die Assoziation zu »kreative Buchführung« gewollt ist, super! Wenn nicht: auch super! Weil in jedem Fall sehr kreativ! So gefällt mir das.

Abschließend loben möchte ich noch all die Leute, die sich in ihren Accounts, Profilen etc. auf das wesentliche besinnen; nämlich auf das Menschsein. Das geht ganz einfach zum Beispiel so: »IT-Professional, Familienvater, Erfolgs-Coach, Mensch«. Oder »Autor, Redakteur, Erfolgs-Coach, Mensch«. Oder »Zahnarzthelferin, Erfolgs-Coach, Mensch, Schauspielerin«. Man weiß einfach gleich bescheid, dass dieser Account nicht von einem Staubsauger oder einem Zwergkaninchen betrieben wird, sondern von einem »Mensch«. Ich begrüße das!

Michael Bukowski


Einführung in FF Chartwell

Der seit wenigen Stunden lieferbare neue FontFont FF Chartwell ist die einfachste Lösung für Designer, schnell ansprechende Charts zu erstellen – mit maximaler grafischer Freiheit und ohne in Tabellen herumzufummeln. Konzipiert wurde Chartwell von Travis Kochel, einem interdisziplinären visuellen Gestalter aus Portland (Oregon), der am Art Institute of Chicago studierte. Weil die Schrift exzessiv mit OpenType-Features spielt und diese in den meisten Browsern noch nicht unterstützt werden (was sich bald ändern wird, siehe Fontblog-Beitrag OT-Features im Web … wer braucht das?), kann die Funktionsweise von FF Chartwell im Moment nicht in unseren Shops dargestellt werden, auch nicht in der FontBook-App. Daher dieser kurze Beitrag zur Einführung. Eine PDF-Anleitung gibt es auch (4 S., 320 K)

Inspiriert wurde Travis Kochel von den OpenType-Spielereien früherer FontFonts, zum Beispiel in FF Beowolf (Beowolf OT kommt, mit 85.000 Zeichen) und FF PicLig (Neue FF PicLig: eine Schrift zum Liebhaben). Er ahnte die Möglichkeit, mit Hilfe von OpenType-Font-Features aus Zahlen Diagramme zu bauen: einfach die Ziffern tippen, verschiedene Farben vergeben und mit einem Schriftwechsel in Balken- oder Torten-Grafiken umwandeln. Das nachträgliche Editieren sollte mit dieser flexiblen Technik ein Kinderspiel sein.

In 4 Schritten ein Tortendiagramm mit Chartwell erstellen

1. Sicherstellen, dass die Spationierung auf NULL eingestellt ist.

2. Zahlenwerte zwischen 0 und 100 bereithalten. Die Werte eintippen und mit einem Pluszeichen verknüpfen. Ein Buchstaben zwischen a und f zu Beginn der Zeichenkette definiert das zugrunde liegende Raster, zum Beispiel Rose, Rings oder Radar. Der Schriftschnitt Bars Vertical erzeugt ein Balkendiagramm, mit dem Font FF Chartwell Lines lassen sich Megenverteilungen in einem waagrechten Balken darstellen. Durch einfallsreiche Überlagerungen können sich ungezählte Varianten ergeben.

3. Die Ziffern einfärben, damit sich die Diagrammflächen nachher abgrenzen:

4. Den OpenType-Befehl Stylistic Alternates bzw. Stylistic Set 1 auf die Zeichenkette anwenden, fertig:

Unsere Kollegen bei FontShop International, Herausgeber der FontFonts, haben einen kleinen Screencast gedreht, in dem die Funktionsweise von FF Chartwell in 4 Minuten erläutert wird. Es spricht und führt vor: Unser TYPO-Day-Referent Jens Kutilek:

Chartwell erschien erstmals 2011 im Eigenverlag des Entwerfers und wurde in den letzten Monaten (auf seinen Wunsch) bei FontShop International von 3 auf 7 Schnitte ausgebaut; das unterstützende Alphabet für die Beschriftung der Charts erhielt einen Pro-Zeichensatz-Ausbau.


Die vollständige TYPO-Berlin-Fernbedienung

The TYPO Berlin 2012 Remote Control:


Gertraude Benöhr 1927 – 2012

Am 25. April verstarb mit Gertraude Benöhr die große alte Dame der Schrift- und Typoszene. Als ausgebildete Dolmetscherin war sie 20 Jahre lang die rechte Hand von Dr. Walter Greisner, Vorstandsvorsitzender der Frankfurter Schriftgießerei D. Stempel AG. Von 1987 bis 2004 führte sie die Geschäfte der Gutenberg-Gesellschaft in Mainz, parallel dazu war sie Geschäftsführerin im Arbeitskreis Druck- und Mediengeschichte, wo sie bei der Jahrestagung 2011 in Antwerpen noch zum Ehrenmitglied ernannt worden war.

Gertraude Benöhr, die Seele so vieler Fachvereinigungen, pflegte intensiv den Kontakt zu Schrift- und Buchgestaltern weltweit. Mit Hermann Zapf und Gudrun Zapf-von Hesse verband sie eine enge Freundschaft. Reise- und unternehmungslustig war sie und ein Organisationstalent, dazu kompetent, charmant, immer hilfsbereit und engagiert. Am 23. Februar feierte sie noch ihren 85.Geburtstag. Viele Menschen werden sie sehr vermissen. (Silvia Werfel, Foto: Klaus D. Sonntag)


Traum-Kaffee-Partner für Creative Morning

Ich bin überglücklich, einen neuen Kaffee-Sponsor für unseren nächsten Creative Morning gewonnen zu haben. Er ist nicht nur sympathisch, gutaussehend, sportlich, mobil und wendig … die Qualität ist der Hammer. Danke Electric Espresso. Film dazu ansehen …


Sommerakademie für Gestaltung in Hamburg

Die inzwischen 24. Internationale Sommerakademie Pentiment am Department Design der HAW Hamburg veranstaltet vom 22. Juli bis 11. August 2012 wieder ein gutes Dutzend ein- bis dreiwöchige Kurse im Bereich Kunst, Zeichnen, Druckgrafik, Fotografie, Grafikdesign, Illustration und Modedesign. Die Kurse werden von namhaften Kreativen aus dem In- und Ausland geleitet und bieten Studierenden und begabten Autodidakten die Gelegenheit, bis zu drei Wochen am Stück in einen intensiven Arbeitsprozess einzutreten.

Unterschiedliche künstlerische Positionen treffen dabei in einem professionellen Umfeld aufeinander und inspirieren sich gegenseitig. Unter anderem leitet der französische Fotograf Denis Darzacg (Paris) einen 3-wöchigen Fotografie-Kurs zum Thema »The Speaking Bodies« und der Artdirector Titelbild des SPIEGEL Stefan Kiefer einen einwöchigen Kurs im Bereich Cover-Design zum Thema »Der rote Rahmen des SPIEGEL«. Die Pentiment-Teilnehmer kommen aus dem gesamten Bundesgebiet, dem europäischen Ausland und zum Teil aus Übersee. Für Studenten, Auszubildende und Arbeitslose (ALG2) kann der Teilnahmebetrag ermäßigt werden.

Begleitet werden die Kurse von einem umfangreichen Rahmenprogramm: Präsentationen der Gastprofessoren, Vorträge,  Filme, Konzerte und Feste bieten Teilnehmern und interessierten Besuchern neben der Kursarbeit neue Inspirationen und gegenseitigen Austausch. Zum Abschluss der Sommerakademie werden am 11. August ab 14 Uhr die Arbeiten aller Kurse in einer großen öffentlichen Ausstellung präsentiert.


★ der Woche: User (10 Fonts) 100,00 € 75,00 €

User ist eine neue Monospace-Schriftfamilie, 2012 entworfen vom portugiesischen Designer Pedro Leal. Ihre Besonderheit sind die 5 Strichstärken (Hairline, Extra Light, Light, Medium und Bold) sowie die Cameo-Version all dieser Schnitte (insgesamt 10 Fonts). Die Familie ist vorzüglich ausgebaut, mit 473 Glyphen pro Schnitt. Darin enthalten sind – das gehört sich so für eine »Büroschrift« – diverse Ziffernarten, Sonderzeichen, diakritische Zeichen und auch Ligaturen; sie geben der Schrift einen zeitgemäßen Pfiff.

Die Cameo-Schnitte eignen sich nicht nur zum Highlighten von Text. Per OpenType-Befehl lassen sich der erste und der letzte Buchstabe eines Cameo-Textabschnitts mit geometrisch geformten Endstücken versehen. Auf diese Art können mit den User-Fonts sehr einfach verschiedenartige Boxen gebaut werden, zum Beispiel für Flussdiagramme, aber natürlich auch für Plakate, Leitsystem oder Info-Tafeln. Der Vorteil bei dieser Methode: Laufweite und Strichstärke der Cameo-Lettern berücksichtigen die für Negativschriften typischen Überstrahlungen. Mehr Informationen im ausführlichen User-Schriftmuster-PDF …

Pedro Leal wurde 1984 geboren. Er studierte Grafikdesign und Werbung an der Escola Superior de Estudos Industriais in Engenharia—Vila do Conde, Portugal. 2010 absolvierte er ein Aufbaustudium in Schriftdesign an der Escola Superior de Artes e Design (Matosinhos, Portugal). Noch im selben Jahr wurden erste Entwürfe von ihm von der angesehene britischen Creative Review für deren Design-Award nominiert.

Als Stern der Woche bietet FontShop die gesamte User-Familie für 8 Tage zum Sonderpreis an, für 75 € statt 100 € (zzgl MwSt.) auf fontshop.com … Bitte den Promocode DE_star_2012_19 beim Auschecken verwenden.


Für Kurzentschlossene: 20 TYPO-Studi-Tickets

Aufgrund der Absage einer europäischen Hochschulreisegruppe stehen kurz vor der TYPO Berlin 2012 noch mal 20 Studententickets à 279 € (inkl. MwSt.) zur Verfügung, die seit Februar ausverkauft waren. Bitte weitersagen. Diese Aktion wird morgen um 12:00 Uhr beendet. Hier anmelden …


bukowskigutentag 14/12: drahtloslos & unsmartphone auf der re:publica 2012

b rumtwittern, facebooken oder rumspacken … ob bei Lesungen, im Gespräch oder beim auf der Straße gegen Bäume laufen: Hauptsache Smartphone vor der Nase. So sind sie bekanntlich, die Internetleute. Und immer mehr ehemals normale Menschen sind inzwischen auch so.

Abendlanduntergangspropheten haben dementsprechend Hochkonjunktur und frohlocken mit einem »Diesmal aber wirklich!« auf den Lippen ob dieser für sie günstigen Entwicklung, die sogar noch eine Steigerung erfuhr.

Denn der längst alltägliche Anblick des Smartphones vor der Nase ist jetzt dank Marina Weisband aka @afelia auch endgültig in den Massenmedien angekommen. Frau Weisband saß Anfang dieser Woche in einer abendlichen Fernseh-Talkshow und … twitterte! Und zwar ganz unverblümt und unkaschiert (übrigens auf Wunsch der Redaktion; sehr lobenswert).

Saubere Arbeitsteilung zwischen den Generationen: Die ehemalige Nachrichtensprecherin Dagmar Berghoff redet, die ehemalige Bundesgeschäftsführerin der Piraten twittert

So weit, so wurde auch Zeit. Am Mittwoch dieser Woche dann passierte dann aber wirklich Unglaubliches. Es öffnete ihre Pforten: die re:publica 2012, das große Klassentreffen der Netzleute und so in Berlin. Es öffnete sich nicht: das WLAN! Mal wieder. Längst eine etablierte re:publicanische Tradition.

Auch am zweiten Kongresstag wollte das drahtlose Internet nicht oder nur sporadisch laufen. Das schreit natürlich nach Häme: Internet-Treffen ohne Internet? Also wie Fußball ohne Fußball oder so. Nein, noch schlimmer. Wie Fußball mit Hertha BSC. Hahaha! Der Witz war aber schnell verbraucht. Stattdessen passierte gar wundersames, wie ein weiterer Fotobeweis zeigt:

Schauen Sie sich diese Zuschauerin einmal genau an: Was fällt auf?

Sehen Sie es? Hier, am Mittwochabend während eines Vortrages, sah man plötzlich im Publikum um sich herum Leute ohne Smartphone in der Hand – während eines Vortrags! Was haben die denn da nur gemacht, fragen Sie? Das kann ich Ihnen sagen, ich war ja Augenzeuge und selbst betroffen: Die Leute haben dem Vortragenden zugehört, anstatt zu twittern oder sich sonstwie mit dem Smartphone zu beschäftigen! Und dann … Moment:

Bitte entschuldigen Sie die kurze Unterbrechnung, hier läuft gerade eine Eilmeldung über den Ticker, die wir Ihnen nicht vorenthalten möchten:

+++ EIL +++ Mehrere Selbstmorde in der Abendlanduntergangspropheten-Szene! – Berlin. Beim Sichten von Fotos, die Netzleute ohne Smartphone, sondern zuhörend zeigten, haben sich soeben über ganz Deutschland verteilt 17 Kulturpessimisten erschossen. Eindeutige, bei uns in der Redaktion per Brieftaube eingegangene Abschiedsbriefe weisen auf einen Bericht auf fontblog.de als Suizidauslöser hin. Wir berichten weiter. +++ EIL +++

Zurück zum Thema: Hier noch ein kleiner Schnappschuss von der re:publica, ein anscheinend nebensächliches, aber doch schönes Detail: Es handelt sich um eine, wie ich finde, faire Geste gegenüber US-Wissenschaftlern, die dank dieser überall in den Gebäuden ausgehängten Hinweisschilder ihrer Profession nachgehen und ordnungsgemäß herausfinden können. Notfalls sogar in Scharen.

Michael Bukowski

P.S.: +++EIL+++Update: 18 …. oh! …. 20 +++ EIL +++