Köln! Wir kommen!
Gleich zweimal besuchen wir im September die Rhein-Metropole. Zunächst werden wir am 14. und 15. September erstmals mit eigenem Stand auf der dmexco, Kongress und Messe der Digitalwirtschaft, vertreten sein. Uns findet ihr in Halle 9, Stand C-031a. Wir zeigen die neueste Generation der Webfonts, warum unsere Schriften viele Apps erfolgreicher machen, wie HTML5-Anzeigen schneller laden und unsere Emoji-Kampagnen in den USA alle Rekorde brechen.
Nur noch bis nächsten Montag könnt ihr euch hier das kostenlose dmexco-Ticket sichern, statt 399 € an der Tageskasse zu zahlen. Übrigens: ›DIGITAL is everything, not every thing is digital‹ – das diesjährige Motto ist gesetzt in FF ThreeSix.
Zwei Wochen später, am 30. September, gastiert unser Kommunikations-Seminar für Profis, TYPO Day im Deutschen Sport und Olympia Museum. TYPO Day zeigt, was Schrift heute kann. Das Themenspektrum reicht von der Ästhetik und der typografischen Qualität, über Markenbildung, neue Ausgabegeräte, bis hin zu den neuesten Technologien.
Mit von der Partie sind neben Gastgeber Jürgen Siebert, der Schriftentwerfer, Informationsdesigner, Autor und Typomane Erik Spiekermann, Schrift-Entwerferin und Lettering-Künstlerin Ulrike Rausch, E-Pub-Expertin und Dozentin Andrea Nienhaus, App-Herausgeber und UI-Berater Frank Rausch, Decode-Unicode-Gründer Johannes Bergerhausen und Editorial-Designer Henning Skibbe. Wir freuen uns, den frisch gebackenen Type Director von Monotype Deutschland, Hendrik Weber als Sprecher zu präsentieren.
Bis 6. September gilt der Early Bird-Tarif. Zum Programm und den Tickets …
Buchtipp: Lust auf Lettering
Auf den wachsenden Stapel der Bücher über Handlettering haben Martina Flor und der Hermann Schmidt Verlag soeben ein weiteres Buch gelegt. Die meisten Bücher, die bereits auf dem Stapel lagen, sind entweder Übungsbücher mit zwei Dritteln leerer, linierter Seiten, Activity-Bücher zum Reinmalen oder Bastelbücher mit Anleitungen zum Beschriften von Marmeladengläsern. Und selbst das Buch von Jessica Hische, der anderen Queen of Handlettering, ist in großen Teilen eine detailliert erläuterte Portfolioshow, wenn auch eine äußerst aufschlussreiche und inspirierende.
Nicht so das Buch von Martina Flor. Also, nein, nein, es ist natürlich auch aufschlussreich und inspirierend, aber eben viel mehr als das. Auf die Gefahr, dass ein Lob dieser Größenordnung unglaubwürdig wirkt: workshop-erprobt und charmant illustriert, schön gestaltet und gut gedruckt – Martina Flors „Lust auf Lettering“ ist ein Traum in Buchform. Und man weiß schon jetzt: ein Standardwerk.

Lettering Digital: »Anfangs fühlt sich das Zeichnen in der digitalen Umgebung an, als würden wir auf dem Mond laufen.«
Denn „Lust auf Lettering“ ist endlich ein Buch, das fundiert ins zeitgenössische Handlettering einführt, statt sich in Step-by-Step-Projektanleitungen zu verlieren und das typografische Fachwissen, das man auch fürs Lettering braucht, herunterzuspielen. Hier findet man keine Alphabet-Vorlagen zum Abzeichnen und keine Step-by-Step Dekoprojekte. Stattdessen teilt Martina Flor großzügig ihr Wissen und ihre Techniken aus dem Kontext der Schriftgestaltung und erklärt, welche Rolle diese beim Lettering spielen. Sie vermittelt umfassend und systematisch, wie man kenntnisreich Buchstabenformen entwickelt, die eigenen Entwürfe hinterfragt und verbessert und schließlich als „exquisite Buchstaben-Bilder“ digital vollendet.

Sparsam mit Ankern und trotzdem detailgetreue Digitalisierung der Vorlage: Martina Flor erklärt Schritt für Schritt wie die analogen Buchstabenformen am Computer nachgearbeitet werden
Kapitel eins unterscheidet Lettering von Kalligrafie und Typografie und zeigt dessen viele Verwendungszwecke. Kapitel zwei schult das typografische Auge und lehrt analytisches Sehen anhand von Fassadenschriften. Mit unzähligen Beispielzeichnungen führen Kapitel drei und vier in die typografischen Grundlagen ein und stellen Lettering-Werkzeuge und ihre Anwendung vor. In Kapitel fünf geht es um die Vielfalt gestalterischer Stile, Kapitel sechs beleuchtet, wie man Lettering-Entwürfe komponiert. Den Weg von schnellen Bleistiftskizzen zu perfekten Bézierkurven erklären Kapitel sieben und acht und Kapitel neun zeigt den letzten Schliff mit Farbe und Textur. Abschließend gibt Martina Flor jede Menge Praxistipps für die Arbeit als professioneller Lettering Artist, basierend auf ihrer langjährigen Erfahrung als eine der weltweit bekanntesten Vertreterinnen ihres Fachs.

Auf den 168 Seiten fehlt manchen vielleicht die Überleitung in die Praxis, also konkrete Impulse für den Einstieg ins eigene Tun. Möglicherweise ist die Du-Ansprache im Text einigen zu jovial. Und klar, Martina Flors perfekter, ornamentaler Stil ist vielleicht nicht jedermanns Sache. Aber so oder so: dieses Buch sollte bei allen, die sich ernsthaft mit Lettering befassen, ganz oben auf dem Stapel liegen.
Rezension von Chris Campe / All Things Letters, Hamburg, Abbildungen: Verlag Hermann Schmidt Mainz (1 – 3), Chris Campe (4)
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Martina Flor: Lust auf Lettering
Ein praxiserprobter Workshop in zehn Schritten, 168 Seiten mit unzähligen Abbildungen, Tipps und Tricks, Format 21 x 24 cm, Halbleinenband mit farbiger Prägung, Verlag Hermann Schmidt, Mainz.
TYPO Berlin 2016 Souvenirs
Vor einem Monat endete die TYPO Berlin 2016. Das bleibt:
- 70 Zusammenfassungen von Vorträgen in deutsch, englisch und japanisch.
- 34 Pressestimmen zur Konferenz und Zitate.
- 30 aufgezeichnete Vorträge, sieben davon öffentlich.
- 5 Mondaine Helvetica® Uhren, TYPO Edition, gestaltet von Erik Spiekermann.
Nur 40 Exemplare gibt es von der TYPO Helvetica® Uhr, mit hellgrauem Ziffernblatt, schwarzen Hauptzeigern, weißem Sekundenzeiger und rotem 12-Uhr-Strich.

Eigens für die TYPO Berlin Designkonferenz hat Mondaine ein limitiertes Modell aufgelegt, das Zifferblatt entworfen vom TYPO-Gründer und -Gastgeber Erik Spiekermann
Erik Spiekermann über seine Gestaltung: »Wie bei der Mondaine Bahnhofsuhr seit 30 Jahren Tradition, verzichtete ich auf Ziffern und gab dem Sekundenzeiger eine farbliche Betonung. Die runden Minutenmarken sind ich aus dem mittelstehenden Punkt der Helvetica Regular in 6 Pt gesetzt.«
Die Mondaine Helvetica® Uhr im speziellen TYPO Design kommt nicht in den Verkauf. Fontblog hat ein Exemplar zum Verlosen ergattert. Und so geht’s:
Antwortet in den Kommentaren: Welche Schrift würdet Ihr für ein Ziffernblatt verwenden? Und warum?
Unter allen Kommentierenden verlosen wir unser TYPO-Souvenir. Einsendeschluss ist Mittwoch, der 22. Juni um 12:00 Uhr mittags.
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1. Teilnahmeberechtigt sind alle Personen ab 14 Jahren. Angestellte von Monotype und ihre Angehörigen sind von der Teilnahme ausgeschlossen. 2. Alle Personen, die sich mit einem Kommentar im Fontblog beteiligen, werden automatisch Teilnehmer am Gewinnspiel. 3. Der Gewinner wird durch Losentscheid ermittelt und per E-Mail am Ende des Gewinnspiels benachrichtigt. Der Gewinner erhält eine TYPO Helvetica Uhr. Der Preis kann nicht umgetauscht oder in bar ausgezahlt werden. 4. Monotype behält sich das Recht vor, diese Teilnahmebedingungen jederzeit zu ändern oder das Gewinnspiel ganz oder teilweise vorzeitig zu beenden. 5. Alle Personen, die sich bis zum Einsendeschluss mit einem Kommentar im Fontblog beteiligen nehmen an der Verlosung teil. 6. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
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Markenmacher Schrift beim TYPO Day Basel
Am 10. Juni – das ist Freitag nächster Woche – gastiert das TYPO Day Kompakt-Seminar in Basel. Mit dem Thema »Markenmacher Schrift« wendet sich das Ein-Tages-Seminar an professionelle Designer, Markenbetreuer und Publishing-Experten und liefert einen Überblick zum aktuellen Stand der digitalen schriftlichen Kommunikation. Das Themenspektrum reicht von den ästhetischen Grundlagen und der Bedeutung der typografischen Qualität, über Markenbildung, neue Ausgabegeräte, bis hin zu den jüngsten Font-Produkten, -Technologien und -Anwendungen.
Sechs Referenten, sechs Perspektiven, sechs Vorträge. Dazwischen Diskussion und Fragen. Nur noch bis morgen zum Early-Bird-Preis anmelden.
Programm
- 09:00 Registrierung
- 09:30 Jürgen Siebert: Begrüssung
- 09:40 Erik Spiekermann: Die Rolle der Schrift in der Markenkommunikation (Video)
- 10:45 Jürgen Siebert: Corporate Typography
- Kaffee-Pause
- 11:30 Andrea Nienhaus: E-Publishing
- 12:15 Frank Rausch: Responsive Typography
- 13:00 Pause, mit Buffet und Gesprächen
- 14:00 Johannes Bergerhausen: Unicode: Einführung und Aussichten
- 14:45 Henning Skibbe: Typografie im Editorial Design
- Kaffee-Pause
- 15:50 Oliver Reichenstein: Icons
- 16:45 Schlusswort und Diskussion
- 17:00 Ende der Veranstaltung
Early-Bird-Ticket: 199 CHF (bis zum 31.5.2016)
Ticket: 299 CHF (ab dem 1.6.2016)
3er-Gruppenticket: 169 CHF pro Person
Sprecher
Seine Schriften und ihre Rolle in prominenten Design-Projekten geniessen internationale Anerkennung. Ob im öffentlichen Raum, im Corporate Design oder auf Verpackungen: Meta, Officina und viele exklusive Haus-Schriften leisten vorzügliche Arbeit. Für den TYPO Day hat Prof. Erik Spiekermann neue Erkenntnisse humorvoll zusammengefasst. In Basel wird Eriks Vortrag als Video gezeigt, alle Teilnehmerhaben auch später Zugriff auf das Video.
Andrea Nienhaus arbeitet als Dozentin und Kommunikationsdesignerin in Berlin. Schwerpunkt ihrer Arbeit ist das Design und die Programmierung von digitalen Publikationen sowie die Entwicklung von Workflows für crossmediales Publizieren. Sie unterrichtet an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) und an der Universität der Künste (UdK). Gemeinsam mit Nikola Richter (mikrotext) organisiert und kuratiert sie die Electric Book Fair.
Frank Rausch ist Interaktionsdesigner und Spezialist für die typografische Gestaltung von User Interfaces (UI). Er ist Mitbegründer von Raureif, einer UI-Design-Beratungsfirma, und wirkte an vielen Projekten als Designer und Entwickler mit. Er unterrichtet Gestaltung grafischer Benutzeroberflächen am Copenhagen Institute of Interaction Design und an der FH Potsdam.
Johannes Bergerhausen ist Professor für Typografie an der Hochschule Mainz, wo er 2004 das international prämierte Projekt Decode Unicode startete. Sein Ziel ist, den Computernutzern einen verständlichen Zugang zu den exotischsten Zeichen der Welt zu ermöglichen. Auf dem TYPO Day gibt Bergerhausen eine Einführung in die Unicode-Zeichenvielfalt.
Henning Skibbe ist Kommunikationsdesigner und Schriftentwerfer. Mit dem Bureau ErlerSkibbeTönsmann entwickelte er – neben den mit Preisen bedachten Schriften Haptic und FF Dingbats – ein neues typografisches Konzept für die Illustrierte «Stern» und zuletzt das neue Schriftensystem der Süddeutschen Zeitung.
Oliver Reichenstein studierte Philosophie in Basel und Paris. Nach dem Studium arbeitete er mehrere Jahre als Markenberater für Interbrand Zintzmeyer & Luxs. 2003 zog er nach Tokyo, wo er das Designbüro Information Architects (iA) gündete. Dieses entwickelte er mit wegweisenden Projekten und der App iA-Writer zu einem führenden Screen-Design-Unternehmen.

Jürgen Siebert ist seit Herbst 2014 verantwortlich für das deutschsprachige Marketing von Monotype. Er studierte Physik in Frankfurt, war mehrere Jahre als Wissenschaftsjournalist tätig, bevor der 1986 das Magazin PAGE mitgründete und 5 Jahre leitete. Er ist Mitglied im FontFont-Typeboard, Autor des Fontblog, Programmdirektor der TYPO-Konferenzen, des monatlichen Creative Morning Berlin und der TYPO Days.
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Programmänderungen vorbehalten
Preise ohne Mehrwertsteuer: Art. 10,2a MWSTG
Der EM-Spielplan von Alex ist wieder da

Seit der Fußball-WM 2010 ist es Tradition im Fontblog, auf den handlichen WM/EM-Spielplan zum Selbermachen von Oleksandr Parkhomovskyy (Rekord) zu verweisen. Alex weilt gerade – aus beruflichen Gründen – an der Côte d’Azur, was ihn zusätzlich motivierte, seinen 2-jährlichen Service zu publizieren, direkt aus dem Austragungsland der Fußball-EM 2016.
Und wieder ist der Faltplan kompakter und übersichtlicher als jene der Sportredaktionen in Zeitschriften und Tageszeitungen. Doch eines ist neu: In diesem Jahr fehlen die Senderlogos, aus Protest gegen die Rundfunk-Zwangsabgabe. Doch lest selbst und ladet …
Wochenendseminar zur Alltagsschrift der DDR

In Weimar findet am 2. und 3. Juli das dritte Wochenendseminar statt. Das Walbaum-Wochenende widmet sich dem Thema Alltagsschrift der DDR. Veranstaltungsort ist das Druckgrafische Museum Pavillon-Presse.
Am ersten Tag beleuchten vier Referenten das grafische und typografische Schaffen der DDR. Der Fokus liegt dabei weniger auf den schon oft thematisierten Druckschriften des VEB Typoart, sondern auf jenen, den Alltag prägenden Schriftanwendungen durch Grafiker und Schildermaler. Es sprechen:
Lena Haubner: Makrokosmos im Mikrokosmos – Schrift in der DDR
Von der Antiqua über die Grotesk bis hin zu Fraktur und Rotunda: Der Umgang mit Schrift war in der DDR vielfältig und abwechslungsreich. Der Vortrag unternimmt einen visuellen Streifzug durch vierzig Jahre DDR-Schrift-Geschichte und stellt dabei Arbeiten und Gestalter vor.
Matthias Gubig: Als Typograf im ›Leseland‹ – Über den Umgang mit Grenzen
Matthias Gubig, Typograf und ehemaliger Professor an der Kunsthochschule Weißensee in Berlin, spricht über die Bedingungen unter denen Gebrauchsgrafiker in der DDR mit Schrift arbeiteten.
Fritz Grögel und Andreas Frohloff: Ost / Schrift / Maler
Dieser Vortrag beleuchtet den Beruf des Schrift-, Plakat- und Grafikmalers in Ostdeutschland und die Entwicklung dieses Handwerks über einen Zeitraum von gut fünfzig Jahren.
Am Sonntag findet für die Veranstaltungsteilnehmer ein Druck-Workshop statt. In den Werkstätten der Pavillon-Presse stehen Original-DDR-Bleisatzschriften für die Produktion eigener Entwürfe unter Leitung des Buchdruckermeister Heinz-Uwe Schmidt im traditionellen Hochdruckverfahren bereit.

Die Teilnahmegebühr beträgt 99 Euro (45 Euro für Studenten). Die Anmeldeschluss ist der 31. Mai. Zur Anmeldung …
TYPO Berlin Livestream verfolgen
Erik Spiekermann eröffnete am frühen Nachmittag des 12. Mai die diesjährige TYPO-Berlin-Konferenz. Gleichzeitig begann die erste Livestream-Übertragung. Wie jedes Jahr werden zwei TYPO Talks pro Tag live und in voller Länge übertragen. Die Vorträge dauern etwa 45 Minuten.
Neu in diesem Jahr: TYPO Specs – Live-Eindrücke von den Brennpunkten der ganzen Veranstaltung, aufgenommen von sechs Reportern, die an verschiedenen Hotspots auf der Konferenz-Website entnommen. Dafür haben wir sechs Reporter mit einer Datenbrille ausgestattet, durch die unsere Online-Besucher einen Blick auf das TYPO-Geschehen werfen können.
Alle Livestream-Vorträge bleiben öffentlich zu sehen – für immer!

Livestream Programm:
12. 5. Donnerstag
2:00 pm Talk Maria Giudice (E): Der Aufstieg des DEO – Führung durch Design
4:00 pm Talk Christoph Amend, Ricarda Messner (D): Wie man Zeitschriften im digitalen Zeitalter macht
7:00 pm TYPO Specs mit Achim & Billy (TYPO Presse, D/E): »Warum wird diese TYPO süper, Herr Erler, Herr Spiekermann?« und was erwartet uns auf der Designer-Battle heute Abend?//
13. 5. Freitag
10:30 am TYPO Specs mit Gloria B: »Süpergrüp … wer braucht denn so was?« Verhöre zum strengsten Design-Verbot aller Zeiten
11:00 am Talk Erik Marinovich (E): Flow: Lettering im Zeitalter des HipHop
1:00 pm TYPO Specs with Boris Brumniak, mit Boris Brumniak: »Print lebt … lebendiger als je zuvor« Messerundgang, Ausstellungsbesuch, Konferenzdesign unter der Lupe
4:00 pm Talk Prarthana Johnson & Gerrit Kaiser (E): Ruhm und Ehr’ dem Komitee!
14. 5. Samstag
11:00 am TYPO Specs with Olli reporter (D/E): mit Olli: »Ich bin dann mal weg, im Workshop.« Was man auf der TYPO Berlin alles lernen kann//
3:00 pm Talk Jonathan Barnbrook (E): Design und Politik
6:00 pm Talk Brosmind (E): 1o
TYPO Berlin Livestream verfolgen: typotalks.com/berlin/
Einreichungsfrist für Joseph-Binder-Award endet
»Alles ist dreidimensional« ist das Motto der diesjährigen Ausschreibung zum Joseph-Binder-Award. »Was ist deine Dimension?« fragen die Veranstalter Designerinnen und Designer, sowie Design-Studierende aus aller Welt.
Bereits zum dreizehnten Mal schreibt designaustria den Joseph-Binder-Award mit Schwerpunkt Grafikdesign & Illustration aus. Zwischen 2014 und heute realisierte Arbeiten können bis spätestens 30. April beim JBA16 eingereicht werden.
»Alles ist dreidimensional« – das Motto der diesjährigen Ausschreibung ist einem Zitat von Joseph Binder entlehnt, das das Wiener Büro 100und1 zur Gestaltung des visuellen Auftritts des JBA16 inspiriert hat
Der Joseph-Binder-Award (JBA) ist der einzige international ausgeschriebene österreichische Designwettbewerb im Bereich Grafikdesign & Illustration. In diesem Jahr wird er zum 13. Mal von designaustria durchgeführt. Designer, Illustratoren und Studierende aus aller Welt sind eingeladen, ihre zwischen 2014 und heute realisierten Arbeiten einzureichen. Die Einreichungen werden von einer internationalen Jury in fünfzehn Kategorien begutachtet: Corporate Design, Kommunikationsdesign, Informationsdesign, Schriftgestaltung, Plakatgestaltung, Editionsdesign Bücher, Editionsdesign Zeitschriften, Verpackungsgestaltung, Digitale Medien, Buchillustration, Medienillustration, Werbeillustration, Digitale Illustration, Illustration in anderen Anwendungen und Design Fiction.
Die besten Arbeiten gewinnen im November 2016 Trophäen sowie Geldpreise, werden in einem Katalog veröffentlicht und in einer Ausstellung im designforum Wien präsentiert.
designaustria, 1927 gegründet, ist Europas drittälteste Designorganisation. Teilnahmebedingungen & Link zur Online Registrierung: www.designaustria.at/jba16
Neues Zuhause für die Zeichen der Welt: decodeunicode
Zehn Jahre nach ihrer Gründung stellt die Typografie-Plattform decodeunicode eine neue, komplett überarbeitete Website vor: decodeunicode.org.
Die Plattform der Hochschule Mainz, 2005 gegründet und finanziert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), unterstützt mit vielfältigen Publikationen den Zugang zu den Unicode-Zeichen und beleuchtet ihre typografische Seite. Bereits vor dem Relaunch freuten sich die Macher der vielfach ausgezeichneten Website über mehr als eine Millionen Besucher pro Monat.

Jedes der zur Zeit 109.242 Zeichen kann jetzt auf der eigenen Einzelansicht mit allen Detailinformationen betrachtet werden. Am häufigsten besucht wurde bisher das koptische Kapital-A.
Die neuen Features des Updates im Einzelnen:
- 109.242 Zeichen als SVG-Datei: Zu jedem Unicode 6.0 Zeichen wird eine frei verwendbare Abbildung vorgestellt. Sie ist vektorbasiert, kann also in allen Größen eingesetzt werden.
- Sprachen: Erstmals werden zu jedem Zeichen die Sprachen angegeben, in denen es verwendet wird.
- Schriftsysteme: Alle 129 Scripts werden mit einem wissenschaftlichen Text von Dr. Deborah Anderson von der Script Encoding Initiative (SEI) der Universität Berkeley, Kalifornien, USA, vorgestellt.
- Confusables: Zu jedem Zeichen werden ähnliche Zeichen angezeigt, mit denen es nicht verwechselt werden sollte.
- Most viewed characters: Auf der Startseite werden die meist besuchten Zeichen in einer TOP 40 (großer Screen) bzw. einer TOP 10 (Smartphone) angezeigt.
Konzipiert und gestaltet wurde die decodeunicode-Homepage von Johannes Bergerhausen, Ilka Helmig und Siri Poarangan, Mainz. Software-Entwicklung und Programmierung: Meso.net, Frankfurt am Main.
Ein Update auf den in diesem Juni verabschiedeten Unicode 9.0 Standard ist für den Herbst 2016 geplant. Der internationale Unicode Standard sorgt seit 1991 dafür, dass die Schriftzeichen der Welt auf Computern, Smartphones und Tablets einsetzbar sind. Heute können mit Unicode 6.0 insgesamt 129 Schriftsysteme zuverlässig dargestellt werden. Jedes Jahr werden neue Zeichen aufgenommen. In den letzten Jahren wurde der Unicode Standard besonders durch die Aufnahme der Emojis weltweit bekannt.
TYPO Labs erkunden die Zukunft der Schrift

Was passiert, wenn eine einzige Font-Datei den Code für eine ganze Schriftfamilie enthält? Was, wenn acht Font-Dateien gerade doppelt so viele Daten enthalten, wie heute zwei? Was, wenn ein Font seine Anpassungen ans responsive Design selbstständig kontrolliert? Das sind nur drei Szenarien einer Schriften-Zukunft, die auf parametrischem Verhalten beruht.
Code ist Alles
Font-Ingenieure auf der ganzen Welt haben begonnen, mit Stil-Achsen statt Kontroll-Punkten zu experimentieren. Diskutiert wird eine ganz neue Art, Schriften zu entwerfen und auszuliefern: an Betriebssysteme wie Layout-Programme.
Die digitale Typografie der Zukunft ist mehr, als die Definition von Schriften-Umgebungen, von Spalten oder Zeilenabstand. Es geht um Font-Farbe und -Einstellung, Schriftschnitt, Kontrast und die optische Größe als Ganzes – kontrolliert mit einfachen Schiebereglern.
Fontansätze im Labor
TYPO Labs ist eine neue Konferenz über Schrift-Technik. Vom 10. – 11. Mai bring die Veranstaltung in Berlin Schriftenentwerfer, Foundries und Branchenführer und alle zusammen, die die technische Seite der Schriftenwelt bevölkern. Die zweitägige Veranstaltung bietet drei Tracks mit Vorlesungen, Experimentierfläche und Workshops.
Einige TYPO Lab Hotspots:
- Brutkästen: Fontlab, Glyphs und Robofont
- Non-Latin-Workshops: Kyrillisch, Georgisch und Arabisch
- Podiumsdiskussionen über GX Vielfalt, Hinting, Universal Type Engine
- Vorträge mit Updates über Woff 2.0, Scripting, neue Plugins und Fonts für das Internet der Dinge
- Begegnungsräume: Chill-Area, Bar, Food Truck, Café
TYPO Labs werden vom TYPO-Berlin-Team organisiert und finden im Herzen von Kreuzberg in der Forum Factory statt. befindet. Programmdirektoren sind Jürgen Siebert und Jörg Schweinsberger, Leiter der Veranstaltung ist Benno Rudolf. Auf der Hauptbühne moderieren Nina Stössinger und Yves Peters. Laborleiter sind Thomas Phinney, Adam Twardoch und Yuri Yarmola (Fontlab), Georg Seifert und Rainer Erich Scheichelbauer (Glyphs) sowie Frederik Berlaen, Erik van Blokland und Just van Rossum (Robofont).
→ mehr über die TYPO-Labs-Sprecher …
„Die nächsten 10 Jahre werden die digitale Fontindustrie erheblich schneller transformieren, als die ersten 30, die wir gerade erlebt haben.
Eine verläßliche Vorhersage über die Entwicklung der Font-Technik, erscheint unmöglich.
Die TYPO Labs Experten und Teilnehmer werden zwei Tage lang die aktuellen Entwicklungen beleuchten und diskutieren. Nur wer sich die Zeit nimmt, sein Wissen zu vertiefen, kann wesentlichen Veränderungen folgen, die die schriftliche Kommunikation prägen werden.“, erklärt Programmdirektor Jürgen Siebert.
TYPO Labs Moderatorin Nina Stoessinger, hier auf der Bühne bei der TYPO Berlin 2015, führt gemeinsam mit Yves Peters durch das Programm.
TYPO Labs ist eine Veranstaltung für alle, die Schrifttechnologien entwickeln oder von ihnen abhängen. App- und Webprogrammierer können sich in den TYPO Labs ebenso auf den letzten Stand bringen, wie Font-Ingenieure und natürlich Schriftenentwerfer und -Enwickler. Wer in der schnelllebigen Welt der Font-Entwicklung, der Formate und der Font-Codierung den Anschluss behalten möchte, kann an beiden Tagen sein Wissen bereichern und mit sich praktisch weiterbilden.
Einzeltickets kosten 249 €, eine Gruppenkarte 199 € ist (mindestens 3 Personen; alle Preise + 19% MwSt). Plätze sind limitiert. Die Registrierung hat gerade begonnen.